Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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strebenden Forderungen, der Ausdehnung und der Einheitlichkeit, zu
entsprechen, hat Aristoteles wiederholt als das geeignete Mittel die
iTisioioia bezeichnet: durch sie lässt sich die einheitliche Darstellung
der epischen Dichtung dehnen und erbreiten (piwwetcu c. 17. oia-Xapißdvetv
c. 23): sie sollen zu der in den Mittelpunkt gestellten pu'a
re päEig nicht fremdartig stehen, sondern verwandter Natur sein (otV.sta),
um durch jene zu einem Ganzen zusammengeschlossen zu werden.
Auch die Tragödie bedarf der ineiaödia, aber dabei waltet der grosse
Unterschied ob, dass iv rot? öpäpiaot :dt ixeiGodia. aövro/jt«, n $ inonoäa.
TovzGig pw-övsrat (cap. 17). Auf diese Weise geschieht es nun,
dass die Episodien, durch welche die epische Darstellung gedehnt
werden soll, zu selbständigen Theilen von selbständiger Grösse
erwachsen, die, auch wenn sie zu der einheitlichen Haupthandlung in
verwandtem Verhältniss stehen, dennoch dazu beitragen müssen, die
straffe Einheitlichkeit zu lockern: diese Einbusse an der Einheitlichkeit
wird jedes, auch das vollendetste Epos, wie das Homerische, erleiden,
und im Punkte der pua jrpäft? oder pua pupwai? das Epos
immer der Tragödie nachstellen. Insoweit also finde ich den Aristoteles
mit sich im Einklang, und auch darin keinen Widerspruch, dass das
Homerische Epos (c. 23), in welchem jetzt ttoä/cc rotaür« jj.ipr, von
selbständiger Grösse anerkannt werden, gerade in diesem Punkte dem
kyklischen Epos entgegengesetzt ward, welches sich in viele ij.ipr, zertheile,
von denen jedes die dramatische Handlung einer Tragödie ergehen
solle. Denn zwischen einer einheitlichen Haupthandlung, welche
durch episodische Ausführungen von selbständiger Ausdehnung erbreitet
und dadurch zugleich in ihrer Einheitlichkeit gelockert ist (wie hei
den Homerischen Epen), und einer epischen Darstellung, in welcher
mehre einzelne Theilhandiungen nicht sowohl durch das innerliche
Band einer einzigen Haupthandlung als vielmehr durch einen Rahmen
äusserlich zu einem Ganzen zusammengefügt werden, ist noch ein
erheblicher Unterschied, und auf diesen kam es c. 23 a. E. an, während
in der hiesigen Erörterung von Unterschieden der Epen unter
sich abgesehen werden konnte, um so mehr, da die geringere Einheit
des Epos gegenüber der Tragödie auch an den bestcomponirten
Homerischen Epen sieh aufzeigen liess.
Aristoteles fasst die bisher aufgestellten Vorzüge der Tragödie
vor dem Epos noch einmal zusammen, um noch einen weiteren daran