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worin p.ip.ovp.ivovg passiv ist): der Epiker dagegen ist immer äreayyliUcov,
auch dann, wenn er, wie er allerdings am meisten soll, andere
Personen redend einfährt. Denn es bleibt immer der Dichter, welcher
diese Personen gewissermassen vor dem Leser oder Hörer introducirt,
und er hält den Faden der Erzählung stets in seiner Hand. Im
Drama dagegen ist das Band zerrissen, welches die Personen mit
dem Dichter verband, und jene treten gleichsam lebende Statuen
unmittelbar vor unsere Augen handelnd und redend, und kein praeco
tritt zwischen sie und den Hörer oder Leser. Darauf beruht das
ivapyig, welches das Epos als erzählende Gattung niemals in dieser
Weise haben kann. Diese leibhafte Vergegenwärtigung und Unmittelbarkeit
der Tragödie liegt in der Art und Weise ihrer puftbai?,
macht sie geschickt zur Bühuenaufführung, ist aber nicht erst in
dieser und durch diese vorhanden, sondern wird auch beim Lesen
empfunden: dem Epos, weil es djzayyslia ist, fehlt diese Unmittelbarkeit,
und darum fordert und verträgt diese Gattung dramatische
Biihnendarstellung nicht.
3. Ferner unterscheidet sich die Tragödie von dem Epos dadurch,
dass sie in kleinerem Umfang das Ziel und Ende ihrer Darstellung
findet (Irt rw Iv lÄarrovt prnzst zo zslog rfj? ;jup.v/<7£ojg sivai,
worin, wie bemerkt, der Dativ entsprechend dem Satz mit oiizi (a 14)
von einem zu ergänzenden -/.peizzciiv iozl.v oder oic/.fipv. abhängig
ist). Auf den augenfälligen Unterschied in der Längenausdehnung ist
Aristoteles wiederholt nicht immer in gleicher Beziehung und unter
gleichem Gesichtspunkt zu reden gekommen. So hat er Cap. 17 und
18 aus der Thatsache, dass dem Epos ein ungleich breiterer Baum
für seine Darstellungen gegönnt ist als der Tragödie, Regeln für die
Episodien in jenem gezogen und anderseits für den Tragiker die
Warnung, nicht epische Stofffülle zu verarbeiten, für deren volle
Entfaltung in den engeren Grenzen eines Drama hinreichender Raum
nicht gewährt sei. In der Theorie des Epos c. 24 hatte er aus dieser
grösseren Dehnung einer epischen Erzählung einen Vorzug der epischen
Dichtung vor der Tragödie abstrahirt, indem jener grössere
Flächenraum eine buntere Manchfaltigkeit von Episodien verlange und
vertrage, durch die dem Ganzen Pracht und fesselndes Interesse verliehen
werde, während die Tragödie in Folge ihrer engeren Grenzen
durch Einförmigkeit rascher ermüde. Hier wird umgekehrt aus dem
Unterschied in der Ausdehnung beider Dichtarten ein Vorzug der