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V a h 1 e n
Epos gemein habe, auch der seiner Natur nach dem Epos eigenthümliche
Hexameter von dem Gebrauch der Tragödie nicht absolut ausgeschlossen
sei.
Nicht minder bedenklich als diese Behauptung ist der Zusatz,
mit welchem Aristoteles das Gewicht und die Bedeutung der beiden
Theile hervorhebt, welche die Tragödie vor dem Epos voraus hat:
di f)$ cd rioovai avviazavzai ivapyeazaza. .Für den Ausdruck weiss
ich keinen Beleg: der Gedanke aber kann nur der sein, dass das
Vergnügen, welches die Tragödie gewährt, am wirksamsten und
augenfälligsten erzeugt und gesteigert werde durch jene beiden
Theile, welche dem Epos fehlen. So gefasst erkennt man wohl, in wiefern
die Bemerkung der hiesigen Absicht des Aristoteles dienlich war.
Was nun die [xovGixr/ anlangt (und diese Bezeichnung ist hier mehr
am Platz als ptkcnoda, weil an die musikalische Aufführung gedacht
ist, während peloKoiia mehr an die musikalische Composition denken
lässt) , so war c. 6 die ptlonoua als das p.£yiazov rd>v ■ridvap.dzuv
bezeichnet und Politik VIII S, 1339 b 20 heisst es zrjv di p.cuGixr,v
-ävzcg slval tpapsv rcöv ridiazow xai ipdriv adaav xai p.£zä ixiltpdiag
und in dem dortigen Zusammenhänge ähnliches wiederholt. Vgl. Probl.
920 b 29. In wiefern also der musikalische Theil der tragischen Aufführung
als ein besonders wirksames Mittel der rjdoval bezeichnet
wird, begreift sich leicht, und wenn der Satz m f,g cd -ndcvai —
sich unmittelbar an zr t v pcvcixr/v anschlösse, so wäre von dieser
Seite wenigstens keine Schwierigkeit vorhanden. Aber über das zwischengestellte
y.cd zag ö'-psig hinweg den Relativsatz ot’ -hg — an zr,v
p.ovaixrjv anzuschliessen, scheint grammatisch unthunlich, und um diese
Verbindung zu ermöglichen, xai zag öipeig hinter den Relativsatz zu
stellen, darum nicht räthlich, weil ja, was von der p.ovaixvi gilt, mit
gleichem Rechte und ganz ebenso im Aristotelischen Sinne von der
dtpig (oder den fysig) gilt, die Cap. 6 extr. als ein tpv^ayajyixov bezeichnet,
und deren Bedeutung für die dramatische Aufführung auch
sonst (z. B. c. 14 in.) hervorgehoben wird: daher es denn auch
gewagt ist, um die Anknüpfung des Relativsatzes zu ermöglichen xai
zag ö'-psig gänzlich zu tilgen, dies um so mehr, da es ja die ausgesprochene
Absicht des Aristoteles ist, alles, was irgend den Vorzug
der Tragödie vordem Epos begründen kann, geltend zu machen:
und wenn er in dem ersten Abschnitt seiner Entgegnung betonte,
dass die Tragödie die scenische Aufführung auch entbehren könne,