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Abhängigkeit der Construction durchbrochen war, in selbständiger
und unabhängiger Form ausgesprochen.
Die Tragödie nun ist von solcher Beschaffenheit, dass sie nämlich
alles durch schauspielerische Action vor Augen stellt, wie auch
die älteren Schauspieler, die im Vertrauen auf ihre Kunst jedes Zuviel
der Aclion sorgfältig vermieden, ihre jüngeren Kunstgenossen wegen
ihrer Übertreibung in der Gestieulation als Affen bezeiehneten, wie
Mynniskos den Kallippides nannte und andere vom Pindaros glaubten,
und wie diese Affen unter den Schauspielern sich zu jenen masshaltenden
Künstlern verhielten, so verhält sich die tragische Kunst überhaupt
(r, '6lr, zzyyr,) zur epischen Darstellung. Die Rücksicht auf
jenen Unterschied unter den älteren und jüngeren Schauspielern der
Tragödie soll es deutlich machen, dass in der tragischen Kunst selbst
der Anlass liegt zu möglichst vollständiger Vergegenwärtigung durch
schauspielerische Action, und wenn auch nicht alle Schauspieler das
Mass überschritten, so ist doch das Verhältniss unter ihnen selbst ein
ähnliches wie das, in welchem die tragische Kunst überhaupt zum
Epos steht: kurz die Tragödie ist änavza y.i[xovjj.ivr} : die epische
Nachahmung ist es nicht. Das olkocvza p.'.p.süj.S'a! aber geht, wie
früher gesagt, hervor aus dem Bemühen, einem unfähigen Publicum
die Dinge verständlich und handgreiflich zu machen, und darum ist
das cx.na.vzex. [xifxsTaSki Beweis für das yopziy.öv. Diesen Gedanken
spricht der folgende, gleichfalls zu der im Eingang angelegten Abhängigkeit
nicht mehr zurückkehrende Satz aus: zrjv piv ouv—. Von
der epischen Darstellung also, welche nicht änavza puppere»', sagt
man, dass sie an ein gebildetes Publicum sich wendet, welches zum
Behuf des Verständnisses der schauspielerischen Gesten ('r/yp.ä.züiv)
nicht bedarf, von der tragischen Darstellung dagegen, dass sie für
yavkövg äzazäg, für ungebildete Hörer berechnet sei, denen exaggerirendes
Schauspiel ein nothwendiges Vehikel des Verständnisses
ist: das heisst, in kurzem Ausdruck, von der Tragödie sagt man (wegen
des änavzex [xipMuS-ai), dass sie tpopzuri sei, was von dem Epos
nicht gesagt werden könne. Jetzt erst sind alle in den allgemeinen
Prämissen vorangestellten Momente in ihrer Anwendung auf die beiden
in Frage kommenden Dichtarten aufgewiesen, und nun kann der
Schluss gezogen werden, der sich in der Form an den Eingang d r,
’ozzov tpopzr/.ri ßzAz/Mv wieder anschliesst: d ouv fopziy.-r,
örilov izi äv stij: wenn also, wie das Bisherige gezeigt hat, die tra-