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V a h 1 e n
Am Schluss der Poetik d. h. am Schluss des uns erhaltenen
Theiles derselben (Cap. 26) kommt Aristoteles auf die, wie es scheint,
im Alterthum vielfach discutirte Frage, oh das Epos der Tragödie
oder diese jenem als Kunstgattung überlegen sei. Nachdem diese
beiden Dichtarten im Bisherigen im Einzelnen theoretisch behandelt
sind, werden jetzt die in der Einzeluntersuchung aufgestellten Grundsätze
zur Erledigung dieser Contro verse noch einmal ins Feld geführt.
Zweckmässig aber schliesst sich dieser Abschnitt an die zunächst
voraufgegangenen, auch nur Epos und Tragödie inBetracht ziehenden
xpoßXnp.cczcc -/.cd Ivasig an, da es sich ja auch hier um ein npößlrip.a
oder ixiziprip.a handelt, zwar nicht gegen einzelne Seiten und Theile
der Dichtung, sondern gegen eine Dichtart als Ganzes.
Aristoteles geht von der Ansicht der Gegner aus, die er bekämpft:
er legt die Gründe dar, mit welchen man den Vorzug des
Epos vor der Tragödie zu erweisen sucht. Diese concentriren sich in
dem einen Gesichtspunkt, dass das Epos sich an ein gebildetes, die
Tragödie an ein minder gebildetes Publicum wende. Die Motivirung
dieses Gesichtspunktes nach Ansicht der Gegner wird in einer langen,
durch wiederholte selbständige Ausführungen unterbrochenen,
schliesslich aber doch zum Anfang richtig zurückkehrenden Periode
dargelegt: st yäprj rjzzov ipopzixri ßsAriwv, zoiavzr) d’ Yj xpdg ßelziovg
S’sazdg ioziv äst, Atav (ds) d'öAov ort v? äxavza. ptp.oup.svvj <popzixr/•
dig ydp ovx alaSa.vop.ivow, äv \j:'o ccözög xpoaSrj, xoXXrjv xivyoiv
x’.vovvzai ofov oi jtaöAot adAvjrat xvhopsvoi, äv dcaxov dsp pipsloSap
xat sAxovrs? röv xopuipatov, äv SxuAAav aüAwertv v? piv ovv zpayoioia
zotccOzyj ioziv, 01g xcd oi xpözspov zovg öozipovg ccuzoöv ceovro vxoxpizdg-wg\iavydp
öxspßdXXovzcc, xiSyjxov 6MvvviaxogzövKal\ixxiSriV
SxäAst, zoiaiizT/ ds do£a xcd xspi Hivdccpov fiv üg d'ourot iyovai
xpög aüzoiig, ri o'A'o ziyyr, xpdg zrjv ixoxociav sysr zyiv p.iv o t jv xpdg
Ssazdg ixisixeTg paoiv sivai, (ot) ovdsv diovzai zütv oyypdzoiv, zr/v os
zpayixrjv xpög yauAovg- st ouv tpopzixri ydpwv ovjAov ort äv siV;.
Die zu lösende Frage ist, ob die epische oder die tragische Dichtung
(ptpvj<jts-)die vorzüglichere sei. Wenn die weniger plumpe
Nachahmung die bessere ist, minder plump aber (denn zoiavzri nimmt
das rjzzov fopzixr, wieder auf) diejenige ist, welche sich an ein besseres
(gebildeteres) Publicum wendet, die dagegen, welche alles in
schauspielerischer Action nachahmend darstellt, offenbar in hohem
Grade plump (und also für ein wenig gebildetes Publicum berechnet)