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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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Anderseits  ist  ein  Verstoss  in  der  Darstellung  des  Dichters  gegen
irgend  eine  andere  Kunst  oder  Wissenschaft  (tö  xaä'  ky.darr,v  riyynv
dp.dprr,p.a  olov  rd  y.ar  iarpix'nv  ri  ukknv  riyyrjv  ÖTrotavoüv)  doch  auch
ein  Fehler  der  Dichtkunst  (eine  dpapriu  jtoirmxrjg,  wie  Aristoteles
selbst  sagt)  und  ein  solcher,  gegen  welchen  oft  genug,  Platon  zeugt
dafür,  imniJ.riij.aTu  des  Dichters  vorgebracht  wurden.  Aristoteles  hat
auch  nicht  unterlassen,  die  Form  der  Lösung  für  ein  solches  imrip.rjp.a
zu  bezeichnen,  die  darin  besteht,  dass  ein  Verstoss  in  jenen  Dingen
nicht  als  Fehler  gegen  die  Dichtkunst  als  solche  zu  betrachten  sei,
sondern  als  Fehler  gegen  etwas,  das  ihr  gegenüber  nur  als  ein  Accidens
  (aup.ßeßrjy.ög')  zu  gelten  habe.  Warum  also  sollte  in  der  schliesslichen
  Aufzählung  das  imrip.rip.a  gegen  diese  ausdrücklich  bezeichnete
  dpapriu,  und  wofür  auch  die  Lösung  angegeben  wird,  ganz
übergangen  sein?  Betrachtet  man,  dass  dieser  Fehler  früher  (1460
b  20)  so  bezeichnet  ward  tö  xuä’’  ixdarrjv  riyyr/v  dp.dprop.u  otov  rä
y.at’  iurpixr/v  77  äXXrjv  riyyrjv  oiroiavovv,  und  erwägt  ferner,  dass  der
hiesige  Ausdruck  dg  r,upd  rrjv  6päirr,ru  r'r,v  y.ara  rt/yr,v  nicht  verschieden ­
  ist  von  chg  rjp.uprrjp.iva  y.ard  riyyrjv,  so  möchte  es  doch  so
<  unwahrscheinlich  nicht  sein,  dass  als  fünftes  imriprjpa  gemeint  war
ein  Verstoss  gegen  jene,  um  mich  kurz  auszudrücken,  technische
oder  fachwissenschaftliche  Richtigkeit  in  der  Dichtung.  Oder  würde
man  nicht,  wenn  die  Richtigkeit  der  Dichtkunst  als  solcher  gemeint
war,  wenigstens  r'nv  ipSörr,ru  rrjv  y.urd  rrjv  riyyr,v  (wie  1460  b  30
äp,dpT'op.u  rcjjv  y.ard  rrjv  ri^vrjv)  erwarten,  wie  von  jener  Auffassung
aus  G.  Hermann  wirklich  wollte?
Die  Lösungen  aber  sind  aus  den  genannten  Zahlen  oder  Stücken
(iy.  rüv  siprjpivüjv  äpiSp.üv~)  zu  betrachten:  es  sind  ihrer  aber  zwölf.
Es  ist  zu  bedauern,  dass  Aristoteles  diese  zwölf  Lösungen  nicht  auch
einzeln  namhaft  gemacht  hat,  und  nach  der  ganzen  Beschaffenheit
dieser  Erörterung  nicht  zu  verwundern,  dass  die  Erklärer  in  dem
Nachweis  dieser  Zwölfzahl  sehr  auseinander  gehen.  Da  Aristoteles  ihre
Nennung  nicht  mehr  für  nöthig  gehalten  hat,  so  darf  man  im  Voraus
annehmen,  dass  eine  allzukünstliche  Aufstellung  auf  Wahrscheinlichkeit
  keinen  Anspruch  hat.  Uns  haben  sich  gerade  zwölf  früher  mit
Ziffern  bezeiehnete  Lösungen  ergeben.  Zugleich  hat  sich  gezeigt,
dass  einige  Formen  der  Lösung  in  Anwendung  auf  nicht  gleiche
rip.r,p.uru  wiederholt  Vorkommen,  die  daher  für  die  Zwölfzahl  nicht
in  Anspruch  zu  nehmen  sind.  Ich  werde  demnach  in  der  folgenden

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