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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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V  a  h  1  e  n

lieh,  oder  2)  als  unglaublich  und  unwahrscheinlich,  oder  3)  als  unsittlich ­
  und  daher  sittenverderblich,  oder  4)  als  widersprechend,  oder
endlich  5)  als  napä  rrjv  öpSözrjra  zriv  xazd  ztyyov.  Drei  davon,  das
advvazov,  ccAoyov,  imevavziov,  sind  in  dem  letzten  Abschnitt  erst  in
dieser  scharfen  Sonderung  und  Terminologie  zum  Ausdruck  gekommen: ­
  ebendort  auch  war  das  ßlaßepöv  in  der  p.oyßr,p  i.a  gekennzeichnet, ­
  und  schon  früher  in  dem  Abschnitt  nspi  zoO  xaAcog  y  p.r,
x«Acö?  (1461  a  4)  in  Betracht  gezogen.  Uber  diese  also  kann  ein
Zweifel  nicht  aufkommen.  Sehr  viel  schwieriger  und  bedenklicher  ist
die  Entscheidung  über  das  lünfte  imzip.rip.a,  dg  napä  z'qv  öpSözriza
zr t v  Y.azä  ziyyov,  das,  soviel  ich  sehe,  in  diesem  letzten  Abschnitt
nicht  erwähnt  ist.  Dagegen  erinnert  man  sich  bald  an  die  im  Eingang
des  Capitels  gegebene  Sonderung  der  öpSözyg  der  Dichtkunst  von
der  opSozyg  anderer  Künste  und  Wissenschalten,  und  ferner  der
entgegengesetzten  Scheidung  einer  zweifachen  dp.apzia  der  Dichtkunst, ­
  einer,  welche  sie  seihst  als  mimetische  Kunst  angeht  und  einer
anderen,  welche  etwas  betrifft,  was  für  die  Dichtkunst  selbst  nur  ein
Accidens  ist.  Darin  also  wird  man  kaum  fehl  gehen,  wenn  man  das
fünfte  imzip.yp.a  (xapd  zyv  dpSdzyza  zyv  xazd  ziyyyv)  in  jener
Betrachtung  unterzubringen  sucht:  allein  welche  von  den  beiden
dp.apztai  der  Dichtkunst  ist  jene,  welche  hier  als  napä  zyv  dpSdzyza
zyv  v.azd  ziyyyv  bezeichnet  wird?  Man  nimmt  gemeinhin  an,  der
Fehler  gegen  die  Richtigkeit  der  Dichtkunst  als  solcher.  Allein  aus
dieser  Annahme  entstehen  Schwierigkeiten,  die  ich  nicht  zu  beseitigen ­
  weiss.  Wenn  es  die  Aufgabe  der  Dichtkunst  als  p.tp;gaig  ist
(wie  Cap.  9  klar  und  eingehend  dargelegt  hat),  darzustellen  ola  dv
slxog  yeviaSai  xai  ola  övvazä  ysviaSai  oder  ola  dv  ysvoizo  xazd  zö
dxdg  xai  ava.yY.aTov,  so  hat  der  Dichter,  welcher  döuvaza  und  akoya
darstellt,  gegen  die  Dichtkunst  als  solche,  gegen  die  p.ip.yaig  gefehlt,
und  dies  ist  auch  in  dem  hiesigen  Abschnitt  Aristoteles  Meinung,
wenn  er  für  die  imzip.rip.aza  npdg  avz-yv  zyv  zeyyyv  zuerst  die
ddvvaza  als  Beispiel  bringt  (1460  b  23).  Das  Gleiche  lässt  sich
unschwer  auch  von  den  ßkaßipa  und  ürcsvavzia  zeigen.  Wenn  also
die  vier  ersten  iriizipyp.aza,  das  ddbvazov,  äAoyov,  ßXaßepöv,  vruvavziov,
  Fehler  gegen  die  opSdzyg  der  Dichtkunst  als  solcher  d.  h.
als  mimetischer  Kunst  angehen,  welcher  Inhalt  soll  dann  noch  für
das  fünfte  imzip.yp.a,  dg  napd  zyv  dpSdzyza  zyv  Y.azd  ziyyyv
bleiben?
            
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