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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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pia  der  dichterischen  Charaktere  ist  ein  nicht  zu  rechtfertigender
Felder,  wenn  sie  ohne  Nöthigung  vom  Dichter  angewendet  worden.
Es  enthält  also,  wie  ich  meine,  dieser  Gedanke  zu  den  Einzelrechtfertigungen ­
  der  betreffenden  Fehler  eine  wichtige  und  nothwendige
Ergänzung,  die  gerade  hier,  nachdem  die  Verstösse  seihst  und  ihre
Rechtfertigung  besprochen,  einen  zweckmässigen  Platz  fand.  Es  hätte
das  Urtheil,  das  auf  dloyia  und  [xo/Sripiu  beschränkt  ist,  auch  auf
das  dduvarov  wenigstens  mit  ausgedehnt  werden  können:  doch  war,
wie  bemerkt,  derselbe  Gedanke  gerade  bezüglich  des  ddvvarov
1460  b  28  fg.  und  dazu  in  einer  Form  ausgesprochen,  welche  alle
Fehler  gegen  die  Dichtkunst  mit  umfasste:  deTydp,  ei  ev  d  e-/_ez  cci,
d'Aojg  p-od  ccp.fi  r/ixapTrjaSca.  Ich  kann  also  keinen  Anstoss  darin  sehen,
dass  Aristoteles  an  dieser  Stelle  nur  die  beiden  Fehler  gegen  zwei
fundamentale  Forderungen  der  Dichtung,  die  Wahrscheinlichkeit  und
Sittlichkeit,  als  solche  bezeichnet,  die  nur  eine  innere  Nöthigung  der
Composition  rechtfertigen  kann.
Wir  haben  bisher  in  dem  Abschnitt  von  67,w?  di  r6  dd.  1461
b  9  die  Ideen  und  Anschauungen  des  Aristoteles  mit  der  vorangegangenen ­
  Erörterung  über  die  Probleme  und  ihre  Lösungen,  sowie
mit  seiner  Theorie  überhaupt  im  Einklang  gefunden.  Eine  blosse  Wiederholung ­
  des  früher  in  diesem  Capitel  Gesagten  war  aber  so  wenig
anzuerkennen  als  eine  einfache  alle  früheren  Einzelbestimmungen
nur  zusammenfassende  Recapitulation,  sondern  wir  sahen  theils,  wie
hei  den  üxevccvricc,  Zurückführung  der  früheren  Einzellösungen  aus
den  verschiedenen  Formen  der  Aegig  auf  einen  zusammenfassenden ­
  Gesichtspunkt,  theils  die  Anwendung  früher  aufgestellter  Rechtfertigungen ­
  auf  die  jetzt  schärfer  bestimmten  s-rnij.r.p.ara  des  ddOvztov
  und  äloyov,  theils,  wie  bei  der  poyS-cipicc  und  d'Aoyicc,  Ergänzung ­
  früherer  Betrachtungsweisen  durch  einen  neuen  umfassenden
Gesichtspunkt.
Weiter  hat  uns  die  Einzelerklärung  nicht  geführt,  doch  wüsste
ich  nicht,  was  bei  diesem  Sachverhältniss  noch  Erhebliches  zu
wünschen  übrig  bliebe.  Wir  haben  einen  ergänzenden  und  berichtigenden ­
  Abschluss  der  bisherigen  Erörterung,  der  zugleich  erst  die
nun  folgende  Rückführung  der  imniwij.ccza.  und  ihrer  Lösungen
auf  bestimmte  termini  und  Zahlen  ermöglicht.  Die  emz  cp.fi  pccza  also,
schliesst  Aristoteles  ab,  bringt  man  aus  fünf  Gesichtspunkten:  man
tadelt  nämlich  die  Darstellungen  des  Dichters  entweder  1)  als  unmög-
            
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