Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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duvaröv , und da die Dichtung darstellen soll (Cap. 9) ola av sUäg
ysviaSai xal ouvartx yevioSat, so treten diesen beiden Forderungen
das doOvarov und äloyov als ebenso viele Fehler entgegen. Das dkoyov
also soll man zurückführen npdg ä (paaLv, womit dasselbe gemeint
ist, was kurz vorher npdg rr,v oälgav hiess, wie denn Aristoteles im
Eingang des Capitels (1460 b 10) ola fccm xal ooxsl verband. Es kann
etwas ein Unglaubhaftes, Undenkbares (äAoyov) sein, das dennoch,
wie z. B. manches von den Göttern Erzählte, der verbreiteten Meinung,
dem d <paat, entsprechend ist, und alsdann auch der Dichtung
zuträglich sein wird: es wird das aXoyov in diesem Falle nicht als
aXoyov empfunden, so wenig als das ddOvarov als doOvarov empfunden
wird, wenn es der Dichter mSavöv dargestellt hat. In dieser
Weise also kann man ein akoyov rechtfertigen, oder man kann sich
auf die Wirklichkeit berufen, in welcher der Zufall sein Spiel treibt:
wodurch es geschieht, dass zuweilen ^tatsächlich etwas eintritt, was
nach dem gewöhnlichen Verlauf der Dinge wahrscheinlich nicht ist.
Auf dieser Thatsache, dass im Leben Dinge, welche unwahrscheinlich
oder gegen die Wahrscheinlichkeit sind, wirklich geschehen, beruht
jenes schon Capitel 18 berührte Agathonische elxog (worüber Näheres
Beitr. II S. 61 fg.). Mit diesem dxög also lässt sich auch ein
akoyov rechtfertigen: ist die Sache auch an sich nicht wahrscheinlich,
so braucht sie nicht unglaublich zu sein, weil auch das Unwahrscheinliche
im Leben geschieht. Beide hier erwähnten Arten
ein akoyov zu vindiciren, sind als solche nicht neu, wohl aber in
dieser Anwendung auf das dkoyov früher nicht erwähnt gewesen.
Die erste für dasselbe empfohlene Rechtfertigung (npdg d <paoi) ist
nämlich dieselbe, welche, wie kurz vorher für das ddvvazov, so 1460
b 33 in dem Falle als anwendbar bezeichnet war, wenn man (wie
hei zd nepi Seüv) weder das dkvSig noch das ola ost gelten machen
könne. Die zweite (ort noze oüx dloyöv eartv) ist im Grunde eine
Berufung auf die thatsächliche Wirklichkeit (d'/.r,3lg"). wie 1461 a 2.
Wir erkennen also auch hier nicht sowohl eine Recapitulation früher
vereinzelt gegebener Bestimmungen als die Anwendung früher erwähnter
Gesichtspunkte auf das erst jetzt von dem ddOvazov gesonderte
und als selbständiges Moment ihm an die Seite gesetzte
dkoyov.
Das Dritte sind zd unzvuvzia d. h. Widersprüche. -jnevavziov
schlechtweg kann niemals heissen das der Wahrheit oder Wahr-