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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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V  a  h  I  e  n

legungen  wird  zum  Abschluss  der  Lösungen  aus  der  liti'.g  im  folgenden
angefügt.  Wenn  nämlich  ein  Wort  etwas  Widersprechendes  (ötcsva.vzio)y.d.
  rt)  zu  bedeuten  scheint,  muss  man  untersuchen,  wie  vielfach ­
  es  diese  Bedeutung  in  der  betreffenden  Stelle  (Iv  rii  stpjpivw)
haben  könne  z.  B.  in  dem  Vers  Ilias  XX  272  rfj  f  laytTO  yalv.eov
(yisäivGv)  lyyog,  wie  vielfach  das  'da  hielt  die  Lanze  an’  möglich
ist:  ost  de  xal  6za.v  ovoy.dc  zc  imeva.VTioyj.6c  tl  doxrj  Gqy.acveiv,  imoxo-~eXv
  TtoGa.yöjg  av  <my.cdvoi  zoiizo  iv  rw  eipriy.£va>  oiov  zö  zf)  p  eoyezo
yalxeov  lyyog,  tö  zcdizri  xoj’Xv^-qvac  fiOGOcyüg  ivdiyszca.  Es  handelt
sich,  wie  man  sieht,  hier  nicht  darum,  dass  etwa  die  Bedeutung  von
ioye-o  unklar  oder  zweideutig  sei:  layezo  heisst  hier,  wie  oftmals,
'da  hielt  die  Lanze  an’,  und  Aristoteles  gibt  die  Bedeutung  durch
xojlvSfivca  richtig  wieder:  aber  eben  diese  unzweifelhafte  Bedeutung
bringt  einen  scheinbaren  Widerspruch  in  die  Stelle,  die  im  Zusammenhang ­
  so  lautet:
odde  tot'  Aiveicco  da.tcppovog  oy.ßpiyov  lyyog
fr,ge  Gccx.og-  ypvaog  ya.p  ipOxaxs,  dojpa.  SeoXodXt.d.
  dvo)  yiv  ilocGGe  dtä.  xzöyccg,  oc'i  o  ocp'  Iti  TpeXg
r,Gav,  inel  nevzs  nziiyjxg  fjlccGe  xvllonodioiv,
rccg  dxjo  ycclxeiag,  diio  d’  IvdoSi  xccaoirepoio,
T-qv  de  yiccv  yp’jGevjv,  zf,  pa  Gyezo  y.ei'ktvov  lyy_og.
I)ie  Frage  war,  wie  es  komme,  dass  Aineias  Lanze  in  der  goldenen
Lage  des  Achilleusschildes  anhielt,  indem  sie  zugleich  durch  zwei  Lagen
hindurchgetrieben  war.  Die  Scholien  z.  St.  stellen  unterschiedliche
Erklärungsversuche  auf.  Die  Schwierigkeit  entstand,  indem  man  von
der  Voraussetzung  ausging,  die  goldene  Lage  müsse  die  zu  oberst
gelegene  gewesen  sein:  aber  auch  hei  dieser  Voraussetzung  war
man  um  eine  Erklärung  nicht  verlegen.  Andere  gaben  jene  Voraussetzung ­
  auf  und  verlegten  die  goldene  in  die  Mitte  von  den  fünf
Lagen,  aus  welchen  Hephaistos  den  Schild  gefügt  hatte:  dann  begriff
es  sich  leicht,  dass  die  Lanze,  nachdem  sie  zwei  Lagen  durchbrochen,
an  der  dritten,  goldenen,  Halt  machte.  Kurz,  man  erkennt  aus  den
verschiedenen  Erörterungen,  welche  in  den  Scholien  an  diese  Stelle  ^
geknüpft  werden,  dass  es  auf  die  verschiedenen  Möglichkeiten  ankam,
unter  welchen  das  layezo  —  in  jenem  Verse  zu  denken  sei.
Aristoteles  hat  seine  eigene  Auffassung  der  Sache  nicht  angedeutet,
sondern,  wie  auch  hei  anderen  dieser  Lösungen,  bezeichnet  er  nur
            
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