374
Y a h 1 e n
druck mit oivog (Wein) bezeichnen lässt. Letzteres scliliesst dann
die Meinung in sich, dass zu den xenpa/xivce auch der Nektar gehöre,
was nicht richtig und auch nicht Aristoteles’ Meinung ist, der (Schob
zu Od. V 93. Rose ’Axop. '0/j.yp. fr. 26 p. 170 f.) das Homerische
(Od. V 93) xspocaas os vsxrxp epvSpöv, das ein xpoßXY/p.a hervorgerufen
hatte, in der Weise löst: rd xspaaae, yrjiLv (’AptarorsAvj?),
yitoi to üAAo äAAw öyoco ÖV7A01 yj r6 syyjxr äp.oto ydp ör/Aot tö
xspäasu' vOv ouv rd 'y.spxoGs os viy.rap ipuSpov’ od rd fju£ai o^Aoi
äAAä ipäüg iyyjxi. Um den Aristoteles von diesem Widerspruch mit
sich selbst zu befreien, hat man neuerdings (R. Wachsmuth de Aristot.
stud. Homer. S. 28) die hier angenommene Umstellung der Reispiele
in der Poetik verworfen und geglaubt, dieselben in der überlieferten
Abfolge erklären und rechtfertigen zu können. Ich halte den Versuch
nicht für gelungen, und bemerke hier nur soviel, dass man bei den
für verschiedene Stellen und in verschiedenen Schriften vorgebrachten
Lösungen mit Unrecht eine Solidarität der Meinungen voraussetzt,
die Aristoteles nicht bezweckt. So wie er für ein und dasselbe Homerische
xpößXriixa gelegentlich mehrere Lösungen als verschiedene
Möglichkeiten neben einander stellt, von denen doch nur eine, viel- t
leicht keine ganz seiner Ansicht entspricht, so kann auch nichts
im Wege stehen, dass er für verschiedene Homerische Stellen in
verschiedenen Schriften nicht übereinstimmende Möglichkeiten der
Lösung vorgeschlagen habe. Überhaupt handelt es sich ja hier weniger
um die Entscheidung über das Verständniss einzelner Dichterstelien,
als um Aufweisung und Exemplificirung der verschiedenen
Wege, einem poetischen xpößlrtixa. zu begegnen.
Wir scldiessen demnach erst jetzt das zweite Beispiel für das
sS-og As^soig an: y.ai -yalxsag rou? töv otovjpov spyat^op-svoog (seil,
yaaiv slvai) nebst dem hierzu gehörigen Dichtercitat: odsv xsxo'iy,-tcu
xvrjpig vsotsoxtov xaaairspoio. Den Sprachgebrauch -yxhäag
(Erzarbeiter) auch die Eisenarbeiter zu nennen haben die Scholien
(B) zu Ilias XIX 283 notirt: dsda.iyp.ivov 6^si ya\y.ü>: xaKxia. r,
yjYOGig roö yat.y.ov ovopdCsiv töv atdvpov dpslsi zat yalxsxg \syopsv
roiig töv o'ioYipov ipya£op.svovg (vgl. Odyss. IX 391 fg.). Die
Anwendung dieses Sprachgebrauchs hätte durch eine Stelle, wie
die eben angeführte der Ilias und andere ähnliche, in denen yaAxog
oder yjalv.süg in der erwähnten Bedeutung steht, erläutert werden
können. Bei dem von Aristoteles angeführten Beispiel aus Ilias XXI