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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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Y  a  h  1  e  n

druck  mit  oivog  (Wein)  bezeichnen  lässt.  Letzteres  scliliesst  dann
die  Meinung  in  sich,  dass  zu  den  xenpa/xivce  auch  der  Nektar  gehöre,
was  nicht  richtig  und  auch  nicht  Aristoteles’  Meinung  ist,  der  (Schob
zu  Od.  V  93.  Rose  ’Axop.  '0/j.yp.  fr.  26  p.  170  f.)  das  Homerische
(Od.  V  93)  xspocaas  os  vsxrxp  epvSpöv,  das  ein  xpoßXY/p.a  hervorgerufen ­
  hatte,  in  der  Weise  löst:  rd  xspaaae,  yrjiLv  (’AptarorsAvj?),
yitoi  to  üAAo  äAAw  öyoco  ÖV7A01  yj  r6  syyjxr  äp.oto  ydp  ör/Aot  tö
xspäasu'  vOv  ouv  rd  'y.spxoGs  os  viy.rap  ipuSpov’  od  rd  fju£ai  o^Aoi
äAAä  ipäüg  iyyjxi.  Um  den  Aristoteles  von  diesem  Widerspruch  mit
sich  selbst  zu  befreien,  hat  man  neuerdings  (R.  Wachsmuth  de  Aristot.
stud.  Homer.  S.  28)  die  hier  angenommene  Umstellung  der  Reispiele
in  der  Poetik  verworfen  und  geglaubt,  dieselben  in  der  überlieferten
Abfolge  erklären  und  rechtfertigen  zu  können.  Ich  halte  den  Versuch
nicht  für  gelungen,  und  bemerke  hier  nur  soviel,  dass  man  bei  den
für  verschiedene  Stellen  und  in  verschiedenen  Schriften  vorgebrachten ­
  Lösungen  mit  Unrecht  eine  Solidarität  der  Meinungen  voraussetzt,
die  Aristoteles  nicht  bezweckt.  So  wie  er  für  ein  und  dasselbe  Homerische ­
  xpößXriixa  gelegentlich  mehrere  Lösungen  als  verschiedene
Möglichkeiten  neben  einander  stellt,  von  denen  doch  nur  eine,  viel-  t
leicht  keine  ganz  seiner  Ansicht  entspricht,  so  kann  auch  nichts
im  Wege  stehen,  dass  er  für  verschiedene  Homerische  Stellen  in
verschiedenen  Schriften  nicht  übereinstimmende  Möglichkeiten  der
Lösung  vorgeschlagen  habe.  Überhaupt  handelt  es  sich  ja  hier  weniger ­
  um  die  Entscheidung  über  das  Verständniss  einzelner  Dichterstelien, ­
  als  um  Aufweisung  und  Exemplificirung  der  verschiedenen ­
  Wege,  einem  poetischen  xpößlrtixa.  zu  begegnen.
Wir  scldiessen  demnach  erst  jetzt  das  zweite  Beispiel  für  das
sS-og  As^soig  an:  y.ai  -yalxsag  rou?  töv  otovjpov  spyat^op-svoog  (seil,
yaaiv  slvai)  nebst  dem  hierzu  gehörigen  Dichtercitat:  odsv  xsxo'iy,-tcu
  xvrjpig  vsotsoxtov  xaaairspoio.  Den  Sprachgebrauch  -yxhäag
(Erzarbeiter)  auch  die  Eisenarbeiter  zu  nennen  haben  die  Scholien
(B)  zu  Ilias  XIX  283  notirt:  dsda.iyp.ivov  6^si  ya\y.ü>:  xaKxia.  r,
yjYOGig  roö  yat.y.ov  ovopdCsiv  töv  atdvpov  dpslsi  zat  yalxsxg  \syopsv
  roiig  töv  o'ioYipov  ipya£op.svovg  (vgl.  Odyss.  IX  391  fg.).  Die
Anwendung  dieses  Sprachgebrauchs  hätte  durch  eine  Stelle,  wie
die  eben  angeführte  der  Ilias  und  andere  ähnliche,  in  denen  yaAxog
oder  yjalv.süg  in  der  erwähnten  Bedeutung  steht,  erläutert  werden
können.  Bei  dem  von  Aristoteles  angeführten  Beispiel  aus  Ilias  XXI
            
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