Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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aus den Scholien zum Homer entnehmen, das geläufigste und gebräuchlichste
Mittel war, npoß),r 1 [j.aTa über Dichterstellen zu lösen.
Die einzelnen ^/Ttrcpvjpara seihst, welche im bisherigen speziell genannt
waren, werden mit einer einzigen Ausnahme im Folgenden hei
den verschiedenen durch Prüfung der Xi^ig zu erzielenden Lösungen
nicht namhaft gemacht; sie gehen aber im Allgemeinen die vnzvavri.cc
oder Widersprüche an, d. h. in der später zu erörternden doppelten
Beziehung des öjrsvavri'ov, entweder Widersprüche gegen das,
was der Dichter selbst sagt, oder gegen das was als stillschweigende
Voraussetzung, die jeder Verständige macht, zu gelten hat. Aristoteles
ordnet die Beispiele nach den verschiedenen Formen der li£ig,
welche für Lösungen in Anwendung kommen können, und scheint
bei diesem Gesichtspunkt überhaupt mehr die Art der Lösung als die
Art des iiuTip.r/\j.a oder n-pößJ.Yjpa im Auge zu behalten.
Zunächst also kommen Glossen und Metaphern in Betracht,
welche auch Eingangs als Hauptformen im Unterschied der xvpicc
\it£ig genannt waren.
1. Lösung durch Annahme einer Glosse, wofür drei Beispiele
aus Homer angeführt werden. Erstlich Bias I SO oüpf/ag piv npOirov.
Man erkennt aus den Scholien z. d. St., dass man das
rep6ßlrip.a aufgestellt, Avie es komme, dass Apollons Pfeile statt die
Menschen zuerst die Maulthiere und Hunde treffen, und dass man
diesen auffälligen oder unpassenden Umstand in der Erzählung des
Dichters in verschiedenen Erklärungsversuchen aufzuklären bemüht
war. Die von Aristoteles als mögliche Erklärung angedeutete
Lösung, dass otipf,ag nicht nach dem gewöhnlichen Sinne die Maulthiere
sondern als veraltetes Wort (yAwtra) die Wächter bedeute
(wofür man den von alten Kritikern mit der Athetese belegten Vers
Ilias X 84 anführen konnte), wird in den Scholien ohne Aristoteles
Namen angeführt, aber zugleich als nicht stichhaltig aus dem Umstande-
abgewiesen, dass der Gegensatz adrot<f?¥ V. 31 die vorangegangene
Erwähnung der Thiere voraussetze.
Das zweite Beispiel ist aus Ilias X 316 entlehnt, wo Dolon, der
allein sich anbietet, den Auftrag Hektors, sich als Kundschafter zu
den Schiffen der Griechen zu schleichen, auszuführen, so bezeichnet
wird Sg dr< toi sloog p.iv er,v v.ay.tg (aXKa mdcHtxrjg). Der (in den
Scholien nicht berührte) Anstoss lag wohl darin, dass man neben der
Sclmellfüssigkeit einen ebenmässigen Körperbau voraussetzen zu mii:>
Sitzb. d. pliil.-bist. CI. LVI. Bd. III. Hfl. 24