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auch ohne ddvvaza. und äloya zu erreichen war: nun aber ist es Aristoteles*
wiederholt ausgesprochene Meinung, dass z. B. Peripetie und
Anagnorisis (im Epos wie in der Tragödie), auf denen am meisten
der überraschende Effect (b.~'hr l ',ig) beruht, ÜC sixöraiv (c. 16) oder
y.arä rö eixög yj dvayxoüov (c. 11) erfolgen, und allgemein dass die
3-aup.aazd, deren die Dichtung bedarf, gegen Erwarten, aber in causaler
Verknüpfung (r.c/.pä ryjv doigav dC dX)cnkoi) erfolgende Begebenheiten
sein sollen (cap. 9). Es muss demnach möglich sein, nach
diesen Kunstgesetzen den Zweck der hnzu erreichen und der
ddOvaza und d'Aoya. völlig zu entrathen, deren Anwendung, auch zu
jenem Zweck, der Kunstregel entgegen ist; und daher betont es Aristoteles
wiederholt (c. 1 ö und c. 24), dass kein dloyov in der Composition
sein soll. Es ist demnach die Relativität der hiesigen Lösung
eines Vorwurfs nicht zu verkennen, und zugleich ist Aristoteles auch
darin mit sich in Übereinstimmung, dass das zfAog, welches p.iyiazov
dndvruv, einen (nothwendigen) Verstoss gegen andere Kunstgesetze
rechtfertigen kann.
2) Überdies kommt für einen gegen die Dichtkunst seihst (izpög
aÖTrjv Tr : v riyyr,'j) begangenen Fehler die früher aufgestellte Sonderung
der zwiefachen dp.apzia der Dichtkunst in Anwendung: man kann
dem Einwurf gegenüber die Frage aufwerfen, worin ist der Fehler
begangen (nozipwv iazi zo apdp'njp.«), in dem was die Kunst d. h.
die p.tp.v7fft? angeht, oder in einem für die [j.i.p.r t aig seihst nur Accidentiellen.
Letzteres, da es das Wesen der Sache nicht trifft, ist das
Geringere. Das Beispiel erläutert den Unterschied treffend: hat der
Künstler z. B. der Hindin Hörner aufgesetzt, so hat er darin allerdings
gegen eine Thatsache der Natur einen Verstoss begangen:
aber der Fehler ist gering, wenn er im Übrigen ein Bild zu schaffen
gewusst hat. Jenes trifft ein wpßcßr/xö? und ist ein Fehler in Folge
falsch gestellter npoa.ips.aig — denn der Künstler hat der Hindin
Hörner geben wollen, weil er es so für richtig hielt, in der Kunst
aber ist 6 ixwv ä.p.txpzdvoiv aäpErüzepog (Nicom. Eth. 1140 b 23) —:
dieses trifft das Wesen der Kunst, deren Aufgabe die pi ! .p.Y]aig ist,
und das äptpwirw? ypd<pstv ist nicht Mangel der npoaipsoig, sondern
ist Folge der «öuvapua d. i. dzsyyia. sj.
II) Die folgenden durch ztpög di raOzoig angereihten Lösungen
sind unter den Gesichtspunkt der Darstellungsobjecte der Dichtung
gestellt: da der Dichter als Nachahmer von drei Dingen eines dar-