Beiträge zu Aristoteles Pöetik.
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Dichtern ausdrücklich vindicirten (Cap. 22) Dehnungen und Kürzungen
und überhaupt formellen Änderungen der Worte zu denken hat
(snsv.zszxp.svov, dfppr,p.svov, i&klxyp.svov'), ähnlich wie Theophrast
in seinem Buch ns.pi loyov azoiys'mv untersucht hatte zig r, xopix
ksEig, zig os r, pszxfopiv.r,, v.xi zivx zx nd3r, xdzr,g, olov zi dnov.onr,,
rt ovyxonri, zi. dtpxtpstsig (Simplic. zu Arist. Kateg. f. 3). Aristoteles
fasst demnach in kurzem Ausdruck die früher aufgestellten
sio'O Xi£scog zusammen, obwohl nachher nicht aus allen Lösungen
gezogen werden 1 ).
3) Die Richtigkeit (6p36zr,g) der Dichtkunst ist nicht dieselbe
mit der Richtigkeit der Staatskunst oder derjenigen irgend einer anderen
Kunst oder Wissenschaft (denn zs'yyr, fasst beides zusammen).
Diese Äusserung ist gegen Platon gerichtet, dessen Verurtheilung
der Dichter wesentlich auf der Anwendung jenes ausserhalb der
Dichtung liegenden Massstabes beruhte und von dem viele Ausführungen
im Staat und in den Gesetzen die Richtigkeit der Dichtkunst
mit der Richtigkeit der Staatskunst vor allem und auch anderer
Künste und Wissenschaften identificiren. Dem gegenüber macht Aristoteles
geltend, dass die dpSöz-ng der Dichtkunst — er behält den
von Platon gebrauchten Ausdruck bei — so wenig nach der 6pSözr,g
der Staatskunst als der jeder anderen ztyyr, zu bemessen sei: was
an den Dichter die Forderung ergäbe, dass er ein vollkommener Inbegriff
aller Künste und Wissenschaften sei.
Allerdings ist die Dichtkunst ihrer Natur nach an andere Künste
und Wissenschaften gewiesen und kann deren Gebrauch nicht entbehren:
allein es kommt für die richtige Beurtheilung der Dichtkunst
und ihrer Aufgabe auf das Verhältniss an, in welchem sie zu
jenen steht. Während in dieser Beziehung Platon jene zum absoluten
Massstab für die Dichtkunst machte, scheidet Aristoteles einen doppelten
Irrthum in der Poesie: der eine ist ein sie selbst als solche
angehender Fehler, der andere ein nicht sie selbst betreffender.
Dieser Unterschied wird in folgendem zerrüttet überlieferten Satze
ausgeführt und mit Beispielen erläutert: xdzrjg di zf,g noir,zix r ng otzzr)
d\xxpzix' r, piv yxp v.XJ xitzr,v, r, di x.xzx oupßsßr,xog- si piv
7dp nposilszo p.ipr,tjxotjai ddvvaptxv, xuzrjg rj dpxpzix- si di zo
npos'kstsSrw. pij öpSajg a)dx zov innov xptpoj zx ös£tx npoßsß\r,x.ozx
r, zo zxj’ sv.dozr,v ztyyr, v dpdpzr,pa olov tö xxz' ixzpixr,v r, d'Ü.r,v
ztyyr,v r, ddvvxzx nsnoir,zai önoixvoOv, od käj' sxvzr,v. Gehen wir