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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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V  a  h  I  e  n

uvca  7}  -yi'vioSai  xpooäeivat  h.  e.  sed  neque  etiam  cum  Iioc  ipsuin  (posterius,
cuius  auxilio  probare  se  putant  posse  quod  prius  est)  est  (verum  est  et  ita  se
habet  ut  dicitur),  illud  prius  esse  aut  fieri  addi  necesse  est:  nam  auditoris
animus  ipse  faeile  hoc  sibi  persuadebit.  eonf.  Pol.  Y11I.  S.  p.  1339  b  34.’
Welcher  Gebrauch  von  letzterer  Stelle  für  die  Auffassung  der  hiesigen  zu
machen  sei,  ist  mir  nicht  klar  geworden.  Aus  jener  Verbesserung  selbst  aber
weiss  ich  mir,  trotz  der  Hülfe  der  lateinischen  Übersetzung,  einen  verständlichen
Gedanken  nicht  zusammenzulesen.  Der  Satz:  8u3  av  etvj  rö  jrpörepov  rpevSog  'deshalb ­
  kann  das  Erste  falsch  sein’  ist,  wenn  ich  ihn  recht  verstehe,  überflüssig:
denn  dass  jener  Schluss  aus  dem  Zweiten  auf  das  Erste  ein  Trugschluss  sei
und  das  Sein  des  Zweiten  das  Sein  des  Ersten  nicht  bedinge,  liegt  in  den
unmittelbar  voraufgehenden  Worten  toöto  8’  iavi  tpcvSog,  womit  man  vergl.
Rhetor.  II  23,  1400  b  2  in  ähnlichem  Zusammenhang  sun  8k  roOro
woraus  sich  auch  ergibt,  dass  Spengel  mit  Unrecht  über  jene  Worte  bemerkt:
rectius  seripsisset  roOro  8’  ovx  dva-jxaXov.  Aber  wenn  nun  an  jene  Worte  816
av  Etvj  rö  irpörspov  tpsüSog  sich  unmittelbar  anschliessen  die  anderen  dXX’  ov8k
roörou  övroc,  so  möchte  es  schwer  sein,  roörou  anders  als  auf  rö  nporepov  zu
beziehen;  'deshalb  könnte  das  Erste  falsch  sein,  aber  auch  wenn  dieses,  das
Erste,  wäre.’  Allein  das  soll  es  nach  Spengels  Erklärung  nicht,  sondern  roörou
soll  das  posterius  sein,  mit  dem  man  das  Erstere  zu  erweisen  glaubt.  Ist  dies
schon  schwer  zu  glauben,  so  wird  die  Sache  noch  erheblich  schwieriger,  da
im  Nachsatz  ctvä-yxvj  avat  vj  'jivkaSai  npoajsXvcu,  in  welchem  ein  Object  nicht
genannt  ist,  nicht  das  zuletzt  vorangegangene  roörou,  nach  Spengel  das  poslerius,
  sondern  das  prius  als  Object  gedacht  werden  soll:  'daher  könnte  das  Erste
falsch  sein,  aber  auch  dann  nicht,  wenn  das  Zweite  wahr  ist,  braucht  man,  dass
das  Erste  ist  oder  geschieht,  hinzuzufügen.’  Aber  wenn  man  sich  durch  alle
diese,  wie  es  mir  vorkommt,  Unmöglichkeiten  der  Construction  hindurchgewunden ­
  hat,  so  bleibt  noch  die  Hauptfrage,  auf  die  ich  keine  Antwort  weiss,
worin  denn  nun  bei  dieser  Auffassung  der  Stelle  das  Verfahren  Homers  bestehe,
das  den  übrigen  Epikern  empfohlen  werden  und  durch  das  Homerische  Beispiel
aus  den  Niptra  erläutert  werden  soll.  Ich  gestehe  daher,  diesem  Verbesserungsvorschlag ­
  in  keinem  Betracht  Geschmack  abgewinnen  zu  können.
Doch  hat  Spengel  die  Stelle  noch  mit  einigen  anderen  blos  sprachlichen
Änderungen  bedacht.  So  soll  es  nicht  oiovrai  '/äp  aväpo>xoi  sondern  ot  avSpwzoi
  heissen.  Stünde  cs  fest,  dass  der  Artikel  nothwendig,  so  könnte  man  es
noch  leichter  haben,  indem  man  avS-pwjroc  schrieb,  wie  neuere  Platonherausgeber
  an  mancher  Stelle  gethan.  Doch  bin  ich  so  weit  entfernt  zu  widersprechen, ­
  dass  ich  vielmehr  Belehrung  wünschte,  die  aber  nicht  darin  bestehen
kann,  dass  man  an  einer  Stelle  verbessert,  was  an  zehn  gleichartigen  unbeanstandet ­
  stehen  bleibt.  Meine  Beobachtung  im  Aristoteles  hat  mich  nicht  weiter
geführt  als  zu  dem  Bekannten,  dass  bei  allgemeinen  Bezeichnungen  dieser  Art
wie  avSptoiroi,  äzoi  u.  s.  w.  der  Artikel  so  gut  stehen  kann  als  fehlen,  d.  h.  dass
die  Nuancirung  der  Bedeutung,  je  nachdem  der  Artikel  steht  oder  fehlt,  in  das
Belieben  des  Schriftstellers  gelegt  ist.  So  weiss  ich  denn  nicht,  warum  hier  oiovr«t
  7ap  ot  dväpitiKOi  nothwendig  sei,  während  man  Politik  1332  a  23  8id  xai
            
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