Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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richtig: überliefert sind, haben Mehre gesehen und haben verschiedene Verbesserungsversuche
gemacht. Am Schlüsse m. Aufs.Z. Kr. Ar. Sehr. 1861 S. 92
konnte ich mit Erlaubniss ihres Urhebers folgende Verbesserung von Bonitz
miltheilen: dtö Sei, av rö xpäizov t|/eüdoj. äXXo de rouvou ovzog ava^x-p efvat
*/eveaScu [^], izpoaSeZvai. Hierin hielt und halte ich äXXo für eine ebenso feine
als evidente Verbesserung. Spengel hat zwar neuerdings bemerkt: Robortellus
sane in manuscriptis äXXo de legi tradit, sed illi qui sint ipse viderit. Dass dies
nur Conjectur eines damaligen Gelehrten, nicht handschriftliche Tradition ist,
bedarf nicht des Beweises: aber dadurch, dass ihr handschriftliche Unterstützung
nicht zu Theil wird, verliert die Conjectur so wenig an Zuverlässigkeit,
als das Verdienst der Entdeckung, in meinen Augen wenigstens, dadurch
geschmälert wird, dass denselben Gedanken schon in alten Zeiten Jemand
hatte. Hat doch Niemand von jener Notiz Robortellis Gebrauch zu machen gewusst
und weiss es, wie sich bald zeigen wird, Spengel auch jetzt noch nicht.
Doch reicht diese Verbesserung, wie es scheint, noch nicht aus zur
völligen Herstellung jener Worte. Es ist nicht genug, dass ein anderes, wenn
das erste ist, nothwendig sein muss, sondern dieses andere muss wahr und als
wahr gewusst sein. Das liegt in der Natur des hiesigen Fehlschlusses und
darauf deuten auch die folgenden Worte dtä 7ap rö zovzo etde'vat äXriäeg öv.
Daher möchte unter Festbaltung jener Verbesserung von Bonitz und mit kleiner
Nachbesserung vielleicht so zu schreiben sein: av rö Trpürov <pev8og, ä'XXo 8', 0
zovzov ovzog xviyx-y (seil, iaz'i) efvat vj ^eveaöai, -p (wodurch dann auch das
handschriftliche ij hinter ^evenäai seine Vcrwerthung findet) : 'wenn das Erste
falsch, ein Anderes aber, das, wenn jenes ist, nothwendig sein oder geschehen
sein muss, ist.’
ln den umgebenden Worten dtö 8-p— -pooäeivai ist zwar 8ei eine leichte
und ansprechende Verbesserung: da indessen die Partikelverbindung 810 8-p, die
auch sonst bei Aristoteles vorkommt, z. B. Politik 1318 b 27 und 1310 b 3, an
dieser Stelle so unpassend nicht ist, so möchte ich daran nicht ändern, zumal
der Infinitiv npoaäeivai möglicherweise von dem Hauptverbum dedida/s "Opppog
noch abhängig sein könnte. Ich verhehle mir nicht die Härte, welche in dieser
Ergänzung liegt, doch gewöhnt Aristotelischer Stil an die Ertragung solcher
Härten. Man vgl. z. B. Psych. 421 b 26 so ixe de zoZg äväpwizoig dtaipepetv rö
aiaSpz-ppiov zovzo :rpäg rö rojv äXXmv Copoiv wowep rä öptptara ~pöc za. zwv
oxAv)poyääXp.o)V rä piv 7äp sys: (ppäypa xal 8><J;rep eXurpov rä ßXitpapx, a prt
xtvvjtraj pyjd’ üvaaxaaag oO-y öppe za de ax^.-ppoipäaXpa oödev e%ei zoioözov, äXX’
eväiwg bpei rä 71 vöpeva e’v r<ö dtapavet' ovzoig ouv xat rö oaspavrtxöv aiff-Bpzvipiov
rote psv äxäXutpes etvat, Siar.tp rö öp.p.a, zoig de röv äe’pa 8e%op.hoig
e'xstv imxaXvppa, wo, wenn ich recht verstehe, die Infinitive eivat und
E'/etv noch von dem an die Spitze gestellten eotxev abhängig sind. Doch Hesse
sich für jenes dtö dvj — rcpouäeZvai auch noch anderes als möglich denken,
was ich nicht weiter verfolge.
Von anderen Versuchen, mit der Stelle fertig zu werden, sei hier noch
der mit Benutzung älterer Vorschläge von Spengel zurecht gemachte erwähnt:
'integer erit locus: dtö av etrj rö ezpozepov ^evSoc, äXX’ovde zovzov ovzog ävä-jxii