Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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Wie das Sujet in Bezug auf einheitliche Abgeschlossenheit beschaffen
sein müsse, hat, tvie gesagt, c. 23 gelehrt; in der Composition selbst aber kann
man im Epos die vier verschiedenen Wege einsehlagen, welche auch der tragischen
Composition sich darbieten. Überdies (su) muss die epische Dichtung
auch in Sprache und Gedanken den Anforderungen der Kunst entsprechen
(s'x 2tv xak&s). Das alles hat Homer zuerst und vollkommen geleistet; er bat
einerseits jene vier Arten der Composition in seinen zwei Epen zur Anwendung
gebracht: und hat überdies in Sprache und Gedanken alles übertrpffen.
Das sind in bester Übereinstimmung die Hauptmomente des hiesigen Gedankenzusammenhangs.
Da nun die si'dvj, in denen Tragödie und Epos übereinstimmen,
genannt waren, so schloss sich daran sachgemiiss die Bemerkung, dass
dieselbe Übereinstimmung auch in den p.ipr, (mit Ausnahme jener zwei ps),.
und h'<p.) statt habe, und wiederum auch in den p-ipyi roO p-j3ou, da auch im
Epos jene drei für die Tragödie aufgestellten ps'pv;, Peripetien, Erkennungen
und jräS'vj erforderlich sind. Diese letztere Anführung hat zu ihrer Voraussetzung
eine Notiz über die Übereinstimmung in den Theilen überhaupt (beide
müssen dieselben Tlieile haben und dieselben Theile des Mythos), und steht
selbst aus dem Grunde hier, weil jene pfpvj zoO püSou (in welcher Art braucht
hier nicht erörtert zu werden) in engster Beziehung stehen zu den stdvj der
Composition. Hat man sieh diesen Gedankenzusammenhang, der nach meinem
Dafürhalten nichts zu wünschen übrig lässt, klar gemacht, so entfällt jeder
Grund, eine namentliche Anführung der zu vermissen, wie denn auch tliatsächlich
dafür kein Platz ausfindig zu machen ist.
Im Rhein. Mus. XXI S. 133 habe ich die Verniuthung ausgesprochen, es
möchte hinter dem Satze xal rä pe'pvj pAoxodug xal ciipscog raOrä der gleich
anfangende und schliessende xal rä roO pü3ou pe’pvj raurä ausgefallen sein,
an welchen sich der folgende xat -/ap nspuremwv 5=t xr)„ passender anschlösse
als an den anderen xal rä pe'pvj peXo7rott'as xat otjtsws raurä. Ich halte diese
Vermuthung, die übrigens auf die Controverse in Betreff der vj3vj von keinem
entscheidenden Einfluss ist, auch jetzt noch für wahrscheinlich. Wenn man
gemeinhin die Sache so auffasst, dass zwar der pü3og als erstes der pepyj
nicht selbst, wohl aber, was dasselbe sei, in seinen pe’pvj genannt werde, so
schliesst dies eine Vorstellung von den ps'pvj zoO pu3ou in sich, die ich mir nicht
aneignen kann. Der piöäog als Sujet der epischen wie der tragischen Dichtung
ist noch etwas, auch wenn er w eder Peripetien noch Erkennungen noch Pathemata
hat, und diese Momente des pö3og konnten nicht, wenn man die Theile
des Epos aufzählen wollte, so ohne Weiteres an die Stelle des p03oc selbst
treten. Nicht also als erstes Glied der vermeintlichen Aufzählung der pe'pvj
inoKoiiag steht der Satz xal “/äp KzpurzreiSiv det xrX. als Vertreter des p.Oxroc
selbst da, sondern nachdem die Übereinstimmung in den stdvj und die gleiche
Übereinstimmung in den pspv; bezeichnet war, wurde, um der eio/j willen,
die weitere Bemerkung angefügt, dass auch die pipvj roü p.ü3ou bei beiden
die gleichen sind. Dann aber war es zweckmässiger, dass dem Satze xal
•yäp Treptjrsmtöv du xzl. der allgemeine vorangeschickt ward xal rä roü
p.üüo-j p.ipvj raurä. Will man aber den Zusatz nicht, so ist in jedem Falle der