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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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Wie  das  Sujet  in  Bezug  auf  einheitliche  Abgeschlossenheit  beschaffen
sein  müsse,  hat,  tvie  gesagt,  c.  23  gelehrt;  in  der  Composition  selbst  aber  kann
man  im  Epos  die  vier  verschiedenen  Wege  einsehlagen,  welche  auch  der  tragischen ­
  Composition  sich  darbieten.  Überdies  (su)  muss  die  epische  Dichtung
auch  in  Sprache  und  Gedanken  den  Anforderungen  der  Kunst  entsprechen
(s'x 2tv  xak&s).  Das  alles  hat  Homer  zuerst  und  vollkommen  geleistet;  er  bat
einerseits  jene  vier  Arten  der  Composition  in  seinen  zwei  Epen  zur  Anwendung ­
  gebracht:  und  hat  überdies  in  Sprache  und  Gedanken  alles  übertrpffen.
Das  sind  in  bester  Übereinstimmung  die  Hauptmomente  des  hiesigen  Gedankenzusammenhangs. ­
  Da  nun  die  si'dvj,  in  denen  Tragödie  und  Epos  übereinstimmen, ­
  genannt  waren,  so  schloss  sich  daran  sachgemiiss  die  Bemerkung,  dass
dieselbe  Übereinstimmung  auch  in  den  p.ipr,  (mit  Ausnahme  jener  zwei  ps),.
und  h'<p.)  statt  habe,  und  wiederum  auch  in  den  p-ipyi  roO  p-j3ou,  da  auch  im
Epos  jene  drei  für  die  Tragödie  aufgestellten  ps'pv;,  Peripetien,  Erkennungen
und  jräS'vj  erforderlich  sind.  Diese  letztere  Anführung  hat  zu  ihrer  Voraussetzung ­
  eine  Notiz  über  die  Übereinstimmung  in  den  Theilen  überhaupt  (beide
müssen  dieselben  Tlieile  haben  und  dieselben  Theile  des  Mythos),  und  steht
selbst  aus  dem  Grunde  hier,  weil  jene  pfpvj  zoO  püSou  (in  welcher  Art  braucht
hier  nicht  erörtert  zu  werden)  in  engster  Beziehung  stehen  zu  den  stdvj  der
Composition.  Hat  man  sieh  diesen  Gedankenzusammenhang,  der  nach  meinem
Dafürhalten  nichts  zu  wünschen  übrig  lässt,  klar  gemacht,  so  entfällt  jeder
Grund,  eine  namentliche  Anführung  der  zu  vermissen,  wie  denn  auch  tliatsächlich
  dafür  kein  Platz  ausfindig  zu  machen  ist.
Im  Rhein.  Mus.  XXI  S.  133  habe  ich  die  Verniuthung  ausgesprochen,  es
möchte  hinter  dem  Satze  xal  rä  pe'pvj  pAoxodug  xal  ciipscog  raOrä  der  gleich
anfangende  und  schliessende  xal  rä  roO  pü3ou  pe’pvj  raurä  ausgefallen  sein,
an  welchen  sich  der  folgende  xat  -/ap  nspuremwv  5=t  xr)„  passender  anschlösse
als  an  den  anderen  xal  rä  pe'pvj  peXo7rott'as  xat  otjtsws  raurä.  Ich  halte  diese
Vermuthung,  die  übrigens  auf  die  Controverse  in  Betreff  der  vj3vj  von  keinem
entscheidenden  Einfluss  ist,  auch  jetzt  noch  für  wahrscheinlich.  Wenn  man
gemeinhin  die  Sache  so  auffasst,  dass  zwar  der  pü3og  als  erstes  der  pepyj
nicht  selbst,  wohl  aber,  was  dasselbe  sei,  in  seinen  pe’pvj  genannt  werde,  so
schliesst  dies  eine  Vorstellung  von  den  ps'pvj  zoO  pu3ou  in  sich,  die  ich  mir  nicht
aneignen  kann.  Der  piöäog  als  Sujet  der  epischen  wie  der  tragischen  Dichtung
ist  noch  etwas,  auch  wenn  er  w  eder  Peripetien  noch  Erkennungen  noch  Pathemata
  hat,  und  diese  Momente  des  pö3og  konnten  nicht,  wenn  man  die  Theile
des  Epos  aufzählen  wollte,  so  ohne  Weiteres  an  die  Stelle  des  p03oc  selbst
treten.  Nicht  also  als  erstes  Glied  der  vermeintlichen  Aufzählung  der  pe'pvj
inoKoiiag  steht  der  Satz  xal  “/äp  KzpurzreiSiv  det  xrX.  als  Vertreter  des  p.Oxroc
selbst  da,  sondern  nachdem  die  Übereinstimmung  in  den  stdvj  und  die  gleiche
Übereinstimmung  in  den  pspv;  bezeichnet  war,  wurde,  um  der  eio/j  willen,
die  weitere  Bemerkung  angefügt,  dass  auch  die  pipvj  roü  p.ü3ou  bei  beiden
die  gleichen  sind.  Dann  aber  war  es  zweckmässiger,  dass  dem  Satze  xal
•yäp  Treptjrsmtöv  du  xzl.  der  allgemeine  vorangeschickt  ward  xal  rä  roü
p.üüo-j  p.ipvj  raurä.  Will  man  aber  den  Zusatz  nicht,  so  ist  in  jedem  Falle  der
            
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