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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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V  a  li  I  e  n

die  der  Mittel  der  Nachahmung  mehr  besitzt),  und  bezeichnet  demnach  die
beiden  Momente,  durch  welche  das  Epos  von  der  Tragödie  geschieden  ist,
während  beide  in  dem  Object  der  Nachahmung,  dem  a-o-jSaXov,  übereinstimmen. ­
  Man  darf  also  an  1449  b  11  erinnern,  wo,  nachdem  die  Uebereinslimmung
  beider  in  einem  wichtigen  Stück  (p.E'ypi  povou  pipovg  p.E-/aXou),  der
pipjcriS  asrouSatwv  bezeichnet  ist,  fortgefahren  wird  rä  51  ro  p.s’rpov  ourXoOv
eXsiv  z 'zi  äjra-yqeXtav  sfvat,  raürij  Siafipovaiv.  Spengels  eigentliche  Meinung
über  die  Stelle  weiss  ich  aus  der  nicht  eben  durch  Klarheit  sich  auszeichnenden
Anmerkung  dazu  nicht  recht  zu  entnehmen;  wenn  er  aber  u.  A.  schreibt  'e’v
pirpw  vero  dicit,  quia  ctiam  solutis  numeris  esse  5ivj7vjp.arixigv  supra  doeuit
c.  1.’,  so  glaube  ich  nicht,  dass  diese  Beziehung  hier  mit  Recht  angenommen
wird,  nachdem  schon  cap.  3  hei  der  Vergleichung  von  Tragödie  und  Epos  von
der  prosaischen  pip-^aig  ganz  abgesehen  ist.  Übrigens  ist  das  was  Spengel  vom
'marg.  Gryph.  ’  (1346)  anführt,  ipuerpou,  die  Lesart  des  Venetus  N".

17.  (Seite  276.)
1439  a  18  ff.  Sri  5ei  rouj  piiäovg  xaSajrsp  s’v  rat;  rpaqwdtais  avvuravat
(auvEaravas?)  5pap.arrzoüs  xai  rrer/t  piav  Trpäfiv  oXvjv  xai  reXziav  —  dvjXov,  xai
p-X  opoiag  iaropiag  rac  auvvjScic  etvat,  e’v  ats  äväyxvj  ovyi  puaj  Kpatgeiag  ttoieiuSai
  SyfKüi'jtv.  Wenn  Spengel  zu  dpaparcxoüj  bemerkt,  non  hoc  sed  solum
illud  rö  ev  docet,  so  besteht  meiner  Meinung  nach  das  öpap.arixöv  piipYjasug
eben  darin,  dass  sie  ~£pi  piav  -pä£tv  6'Xvjv  xai  reXsiav  sei,  und  so  verstehe  ich
auch  1448  b  33  das  Loh  des  Homer  ody  ort  eö  aXX'  ort  xai  ptp.^ff£i£  5pap.artx.ä?
  irroirjGsv  und  h  37  rö  ysXoiov  SpaparoKoiYjaag.  Alsdann  ist  xai  x-Ep’t  piav
jrpä^tv  explicativ  zu  Spap.arty.ovg  zu  nehmen,  wie  xai  oftmals  gebraucht  wird.
An  py  op.olag  laropiag  ras  avvrjBeig  sfvai  haben  mehre  nicht  ohne  Grund  Anstoss
genommen;  denn  der  Zusammenhang  erforderte,  zu  sagen,  dass  die  Mythen
nicht  ähnlich  sein  sollen  den  Geschiehtsdarstellungen,  nicht  aber  umgekehrt,
dass  die  Geschiehtsdarstellungen  den  Mythen  nicht  ähnlich  sein  sollen.  Am
meisten  Beifall  hat  der  Vorschlag  gefunden  xai  pv?  6p.rji.ag  iaropicag  zag  avväiazig
  rfvai,  e’v  ars  xrX.,  den  auch  Spengel  billigt  und  dem  ich  mich  selbst  Beiträge ­
  I  S.  33  angesehlossen  hatte,  wo  der  Ausdruck  ovväsoig  von  der  Composition,
  wofür  der  häufigere  avaramg  ist,  während  jenes  mehr  von  der  Xs’£);
gesagt  wird,  mit  Beispielen  aus  der  Poetik  gesichert  wird.  Es  hätte  vielleicht
noch  angeführt  werden  können,  dass  aüvSeaig  und  auv^Jeia  in  Folge  gleichen
Compendiums  häufiger  verwechselt  worden,  wie  Bast  Comm.  palaeogr.  p.  844
anmerkt.  Nichts  desto  weniger  bin  ich  über  die  Zuverlässigkeit  der  Verbesserung ­
  bedenklich  geworden,  nicht  blos  weil  laropiag  rag  avv-siSzig  in  dieser
Wortstellung  sehr  den  Eindruck  des  Unversehrten  macht  und  hieran  sich  der
Relativsatz  e’v  alg  bequemer  anschliesst,  sondern  hauptsächlich,  weil  sich  nicht
sagen  lässt,  mit  welchem  Rechte  man  die  in  dem  Zusatz  rag  avvijäs'.g  liegende
Einschränkung  des  Urtheils  über  die  Geschiehtsdarstellungen  beseitigen  darf.
Wenn  sich  nun  jene  Umkehr  der  verglichenen  Gegenstände  nicht  rechtfertigen
            
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