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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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fahlen

.(Categ.  1  b  18)  und  auf  Poetik  1,  1447  b  25  roig  elpypevoig,  Xiyw  de  ofov
ptiSpw  xai  ps’Xsi  xai  ps'rpw,  welches  die  EipvjpEva  sind.  Dass  das  Aristotelische
ofov  bei  weitem  nicht  immer  zur  Einführung  eines  Beispiels  dient,  ist  bekannt
und  von  Mehreren  z.  B.  Bonilz  Metaph.  985  b  6  bemerkt  und  belegt  worden.
Allein  die  von  Waitz  a.  a.  0.  angeführten  Belege  und  das  Beispiel  aus  der
Poetik  sind  nicht  ausreichend,  das  unsrige  zu  rechtfertigen:  um  diesen  zu  entsprechen, ­
  müsste  der  vorliegende  Satz  so  lauten:  rd  ptv  yap  rdp.fi  cöiwrtxöv
r.oifiGsi  pyjds  ra:rsn>o'v,  ofov  vj  •yXihrra  xrX.  Alsdann  könnte  man,  wie  es  meistens
der  Fall  ist,  oiov  als  Erläuterung  des  Subjectes  vo  päv  durch  'nämlich’,  nempe,
scilicet,  unserem  Bewusstsein  nahe  bringen.  Das  ist  aber  in  der  Fassung  des
Satzes,  wie  sie  vorliegt,  nicht  der  Fall:  und  hier  weiss  ich  mir  ofov  nicht
anders  klar  zu  machen,  als  dass  es  formell  eine  verallgemeinernde  Umschreibung ­
  des  directen  Subjectes  oder  Objectes  sei:  also  dass  es,  statt  zu  sagen  vö
p.'0  idtwrtxöv  noifiixu  fi  '/Xtörra,  heisse  vö  pfj  iöiwrixöv  iroe^aei  (rö  voioürov)
ofov  f  yXwrra,  womit  aber  nichts  anderes  gemeint  als  f,  yXwrra  allein.  Von
ähnlicher  Beschaffenheit  scheint  das  eine  und  andere  von  Waitz  zu  Categ.  4
b  23  (I  p.  293)  angeführten  Beispiele  zu  sein,  und  Rhetor.  1  3,  1358  b  4.  5;
vielleicht  auch  aus  der  Poetik  1454  a  29  eari  de  arapaöst'/pa  Trovvjpias  piv  fjäo-,jg
pvj  äva-yxatov  ofov  6  McVs’Xaoj  5  ev  tw  ’Opc'orp,  worin  man  ofov  gleichfalls  mit
Unrecht  beseitigt  hat.  Will  man  diese  Auffassung  des  ofov  an  obiger  Stelle
nicht  gelten  lassen,  so  weiss  ich  keine  andere  Erklärung,  als  dass  Aristoteles
ursprünglich  nur  das  eine  und  andere  si8o?  beispielsweise  anfiihren  wollte,
dann  aber  ohne  Rücksicht  auf  das  vorangegangene  ofov  mit  raXXa  rd.  elpijpsva
  etdvj  alle  Arten  zusammengefasst  habe.
1458  b  1  oüx  iXdyiGro't  de  pspos  avpßdXXerai  Etg  rd  aoi'peg  rrjg  Xscewc
xal  pvj  tdtoi-txöv  at  s-ex.ra.Geig  xai  äiroxo-at  xrX.  ist  die  verbreitete  Lesart  die
aus  der  Aldina  stammende  g  vpßdXXovrau.  Doch  ist  die  Frage,  ob  man  den
überlieferten  Singular  nicht  schützen  kann.  Vergleichbar  sind  Hist.  anim.  536  a
17  ooxet  de  deaXapnouowv  rwv  tjta'yövcov  ix  rfg  irrtravsoic  StGKep  Xvyyoi  aai-VEaS’at
  ot  öa^aXpot,  und  559  b  22  wirrat  ’/xp  txavwj  y)Svj  d'joyevroi  vsorrideg
dXexropidwv  xai  /vjvtöv  vixrouaai  üjnjvE’pia.  Psych.  421a  26  fort  d\  w:Jirsp  yyp.dg
o  pev  ’/Xvxbg  6  de  mxpig,  ouvot  xai  öopat.  Polit.  1308  a  16  iorvt  -yäp  SiG~sp  dyp-og
fjdfj  oi  opotot,  und  einiges  von  dem,  was  Waitz  zu  Categ.  4  a  8  (I  p.  290)  anführt. ­
  Ähnliches  ist  aus  Platon  bekannt:  Politeia  363  a  Eva  ooxoüv-t  dixaiw
sivat  yiyvova;  ä-ö  ros  5o'|v;s  cipyai  re  xai  -/apot  xai  oGanep  (vgl.  die  Comm.
dazu);  und  vielleicht  findet,  wer  besser  sucht,  auch  bei  Aristoteles  noch  Zutreffenderes. ­
  Doch  wer  dem  Platon  das  sehr  viel  bedenklichere  Sympos.  188
b  xai  -/äp  ira^vac  xai  '/aXa^at  xai  ipvaißai  ix  irXsovE^i'aj  xai  äxoopiaj  irepi
aXXvjXa  vwv  rotoüveov  717  v  e  r  a  i  fpw-txwv  zutraut,  der  wird  mit  minderem  Bedenken ­
  dem  Aristoteles  jenes  <jupj3<xXXerat  .  .  ai.  iirexr&Geig  lassen,  zumal  die
genannten,  s’ir£xrai7£:s  u.s.  w.,  auch  im  folgenden  Satze  wie  ein  neutrales  Subject
zusammengefasst  werden:  di.ee  piv  7äp  rö  aXXoij  fyjiv  (seil,  rac  s’irExvaScis
xrX.)  fj  ws  vö  xvptov,  ;rapä  tö  siw5ös  717VOPEVOV,  -ö  p/,  idiwnxöv  7tot.Y]Gei.  Denn
man  hat  nicht  Recht  gethan,  den  erläuternden  Participialsatz  xxpa  rd  elwBdg
yifvdpevov  durch  Vorsetzung  des  Artikels  zum  Subject  zu  machen.
            
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