Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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keiner Interpolation überzeugen, deren Anlass und Ursprung ich nicht begreife.
Ob iptov^ affvjp.0? f 8iopiap.dv dvjXoi eine richtige oder verständliche
Definition des Artikels ergibt, will ich dahin gestellt sein lassen: aber dass
Xi'/o-j äpyfi'j fi ri\oc fj 8iopispov dijXcu sieh auf das beste zusammenfügen, um
Anfang, Ende, Gliederung des Satzes (etwa wie &pxo, «Xevz-ri, piaa) zu bezeichnen,
scheint mir kaum einem Zweifel zu unterliegen: 810pu7p.cs und öiopt£siv
wird allerdings oft von der logischen Scheidung und Determinirung
angewendet, hat aber, wie die gleichfalls von der logischen Sonderung vielfach
gebrauchten ötaipsutc und diaipecv, auch die einfache Bedeutung des
Trennens und Auseinanderhaltens, ebenso wie das gleichfalls verwandte
ötaXxpßxvsiv. Man wird demnach an jenen einfachen Wortsinn der Definition
sich halten müssen, um darnach die Bedeutung des apSpov zu bestimmen.
Uber die der Definition angefügten Beispiele, welche Spengel nach der
Vulgata beibehält, bemerkt derselbe, quod in libris extat pc. I, recte ab Aldo
emendatum, nee est ap.<pi, nam varias verborum species quibus articuli vim
ostenderet, non duo eiusdem formae exempla traditurus erat autor. Der Einwand
gegen hat aber nur Sinn, wenn die beiden Präpositionen als Beispiele
gelten sollten für jenen Gebrauch des Artikels, durch welchen ein
Wort oder ein Redetheil als solcher substantivirt werden soll. Aber das
wollte auch Hartung nicht, sondern er nahm rö äpoi xod ro vrept als zwei Beispiele
für die Präpositionen, und darin habe ich mich Hartung angeschlossen,
soweit auch im Übrigen meine Auflassung von der Hartungschen sich entfernt.
In der aus der Aldina stammenden Form wollen diese Beispiele .auch
dann nicht gefallen, wenn Spengels Herstellung einer Definition des Artikels
stichhaltig wäre.
Was die zweite Definition des ap3pov anlangt, so habe ich S. 232 f. eine
Möglichkeit bezeichnet, wie diese Wiederholung entstanden sein könnte; es
kam mir dabei nur darauf an, auch von dieser Seite den von Mehreren gehegten
Gedanken an Interpolation wo möglich abzuwehren. Wie Spengel darüber
denkt, ist nicht klar. Schoemann hat, um das Auffällige und Verwirrte dieses
ganzen Abschnittes über ovvSsap.os und äpjpov zu erklären, Stahr’s Hypothese
zu Hülfe genommen, dass die Poetik aus mündlichem Vortrag des Aristoteles
entstanden sei. Ohne auf diese, so weit ich urlheilen kann, unfruchtbare
Hypothese im Allgemeinen einzugehen, stehe hier nur die eine Bemerkung,
dass jener Ursprung des Buches durch die ganze Schrift hindurch Spuren
zeigen müsste, und dass es nicht wohl gethan erscheint, von einer solchen
Annahme für die Aufhellung einer einzelnen Stelle Gebrauch zu machen.
Noch sei endlich erwähnt, dass Spengel in den Definitionen von äpäpov
und uüvSeo-p.os neben der Bestimmung ywvv; aovjpof die andere aviiSerti vermisst,
welche sowohl bei avXkaßrj als bei ovopa, fr,p.<x und \v\oc erscheint.
Allerdings sind auch <jüvde<rpos und apSpov im Allgemeinen $>wval iruvSerat,
doch konnte der Zusatz bei keiner der genannten Kategorien leichter entbehrt
werden, als bei diesen: die avXXaßfj ward durch ovväerh gegen das ädicclpsrov
7-oixstov abgesondert, bei ovopa und fiip.ee war der Zusatz nöthig, weil es