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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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keiner  Interpolation  überzeugen,  deren  Anlass  und  Ursprung  ich  nicht  begreife. ­
  Ob  iptov^  affvjp.0?  f  8iopiap.dv  dvjXoi  eine  richtige  oder  verständliche
Definition  des  Artikels  ergibt,  will  ich  dahin  gestellt  sein  lassen:  aber  dass
Xi'/o-j  äpyfi'j  fi  ri\oc  fj  8iopispov  dijXcu  sieh  auf  das  beste  zusammenfügen,  um
Anfang,  Ende,  Gliederung  des  Satzes  (etwa  wie  &pxo,  «Xevz-ri,  piaa)  zu  bezeichnen, ­
  scheint  mir  kaum  einem  Zweifel  zu  unterliegen:  810pu7p.cs  und  öiopt£siv
  wird  allerdings  oft  von  der  logischen  Scheidung  und  Determinirung
angewendet,  hat  aber,  wie  die  gleichfalls  von  der  logischen  Sonderung  vielfach ­
  gebrauchten  ötaipsutc  und  diaipecv,  auch  die  einfache  Bedeutung  des
Trennens  und  Auseinanderhaltens,  ebenso  wie  das  gleichfalls  verwandte
ötaXxpßxvsiv.  Man  wird  demnach  an  jenen  einfachen  Wortsinn  der  Definition
sich  halten  müssen,  um  darnach  die  Bedeutung  des  apSpov  zu  bestimmen.
Uber  die  der  Definition  angefügten  Beispiele,  welche  Spengel  nach  der
Vulgata  beibehält,  bemerkt  derselbe,  quod  in  libris  extat  pc.  I,  recte  ab  Aldo
emendatum,  nee  est  ap.<pi,  nam  varias  verborum  species  quibus  articuli  vim
ostenderet,  non  duo  eiusdem  formae  exempla  traditurus  erat  autor.  Der  Einwand ­
  gegen  hat  aber  nur  Sinn,  wenn  die  beiden  Präpositionen  als  Beispiele ­
  gelten  sollten  für  jenen  Gebrauch  des  Artikels,  durch  welchen  ein
Wort  oder  ein  Redetheil  als  solcher  substantivirt  werden  soll.  Aber  das
wollte  auch  Hartung  nicht,  sondern  er  nahm  rö  äpoi  xod  ro  vrept  als  zwei  Beispiele ­
  für  die  Präpositionen,  und  darin  habe  ich  mich  Hartung  angeschlossen,
soweit  auch  im  Übrigen  meine  Auflassung  von  der  Hartungschen  sich  entfernt. ­
  In  der  aus  der  Aldina  stammenden  Form  wollen  diese  Beispiele  .auch
dann  nicht  gefallen,  wenn  Spengels  Herstellung  einer  Definition  des  Artikels
stichhaltig  wäre.
Was  die  zweite  Definition  des  ap3pov  anlangt,  so  habe  ich  S.  232  f.  eine
Möglichkeit  bezeichnet,  wie  diese  Wiederholung  entstanden  sein  könnte;  es
kam  mir  dabei  nur  darauf  an,  auch  von  dieser  Seite  den  von  Mehreren  gehegten
Gedanken  an  Interpolation  wo  möglich  abzuwehren.  Wie  Spengel  darüber
denkt,  ist  nicht  klar.  Schoemann  hat,  um  das  Auffällige  und  Verwirrte  dieses
ganzen  Abschnittes  über  ovvSsap.os  und  äpjpov  zu  erklären,  Stahr’s  Hypothese
zu  Hülfe  genommen,  dass  die  Poetik  aus  mündlichem  Vortrag  des  Aristoteles
entstanden  sei.  Ohne  auf  diese,  so  weit  ich  urlheilen  kann,  unfruchtbare
Hypothese  im  Allgemeinen  einzugehen,  stehe  hier  nur  die  eine  Bemerkung,
dass  jener  Ursprung  des  Buches  durch  die  ganze  Schrift  hindurch  Spuren
zeigen  müsste,  und  dass  es  nicht  wohl  gethan  erscheint,  von  einer  solchen
Annahme  für  die  Aufhellung  einer  einzelnen  Stelle  Gebrauch  zu  machen.
Noch  sei  endlich  erwähnt,  dass  Spengel  in  den  Definitionen  von  äpäpov
und  uüvSeo-p.os  neben  der  Bestimmung  ywvv;  aovjpof  die  andere  aviiSerti  vermisst, ­
  welche  sowohl  bei  avXkaßrj  als  bei  ovopa,  fr,p.<x  und  \v\oc  erscheint.
Allerdings  sind  auch  <jüvde<rpos  und  apSpov  im  Allgemeinen  $>wval  iruvSerat,
doch  konnte  der  Zusatz  bei  keiner  der  genannten  Kategorien  leichter  entbehrt
werden,  als  bei  diesen:  die  avXXaßfj  ward  durch  ovväerh  gegen  das  ädicclpsrov
7-oixstov  abgesondert,  bei  ovopa  und  fiip.ee  war  der  Zusatz  nöthig,  weil  es
            
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