Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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das Wunderbare aber, wie gesagt, kommt es im Epos wie in der
Tragödie an: vgl. c. 9, 14S2 a 5 ff. und an vielen Stellen ist die
Bedeutung des ix.7ikny.TiMv für die Tragödie bervorgehoben. Das
Wunderbare aber ist dem Hörer angenehm (vgl. Rhetor. I 11, 1371
b 11 und III 2, 1404 b 12), wofür ein Indicium ist, dass alle Erzähler
die Dinge ins Grosse ausmalen (xpoGziSiaGC), weil sie wissen,
dass sie damit das Interesse der Hörer steigern und ihnen
Wohlgefallen erwecken.
Diese letztere Bemerkung zeigt deutlich, dass es sich hier unmittelbar
um das Sccjii.xgzcv, in zweiter Linie um das äloycv nur
insofern handelt, als dieses ein dem Epos, nicht ebenso der Tragödie
zugängliches Mittel zu jenem abgibt 2i ).
Es reiht sich eine dritte, wiederum an Homer angeknüpfte Vorschrift
an, in welcher Weise der Epiker zweckmässig Unwahres
sagen oder sagen lassen könne. Obwohl auch hier ein innerlicher
Zusammenhang mit dem Vorangegangenen nicht wahrzunehmen ist,
so erkennt man doch leicht, dass von dem Savp-aazov, um des willen
der Erzähler die Dinge ins Grosse und Übertriebene ausmalt, ein
bequemer Fortschritt geboten war zu dem -lnuor, 'ktjtiv. Wie nun dies
geschickt einzurichten, damit das Unwahre glaubhaft erscheine, worauf
es der Dichtung vor allem ankommt, hat Homer gezeigt. Es beruht
diese Kunst auf der geschickten Benutzung eines den Menschen
geläufigen Fehlschlusses. Wenn nämlich, im Falle ein Erstes ist oder
geschieht, nothwendig auch ein Zweites eintreten muss, so glauben
die Menschen durch eine täuschende Umkehr der Folge, dass, wenn
das Zweite wirklich ist, auch das Erste wahr und wirklich sein
müsse. Es ist der in den Soph. Eleneh. 167 b 1—8 (vgl. Rhet. II
24, 1401 b 20 ff.) eingehend besprochene zoxog des rcapä zä inä-[J.EVOV
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(hdßpoyov, y.dv y Stdßpoy_og, ■jxolap.ßdvop.Ev vaca. Vgl. auch die
anderen dort angeführten alle unter denselben zöxcg fallenden Beispiele.
Hieraus ergiebt sich nun die Weise des ^s-jorj )Jysiv, wie es der
Dichtung entsprechend Homer angewendet hat. Wenn nämlich das
Erste, das man erzählt, unwahr ist, ein Zweites aber, das, wenn
das Erste ist, notbwendig auch sein muss, wahr ist, so muss man
dieses Zweite hinzufügen. Denn weil man weiss, dass das Zweite