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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Deiträg-e  zu  Aristoteles  Poetik.

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32  hervorgehoben  worden:  und  eben  darum  nimmt  es  auch  am
leichtesten  und  meisten  alle  von  der  gewöhnlichen  Rede  sich  entfernenden ­
  Wortarten  auf,  wie  22,  14S9  a  10  gesagt  war  Iv  p.iv  zoig
■npcauoXg  xnxvza  y^pYjaip.x  zx'  stpvjpiv«,  womit  in  dem  dortigen
Zusammenhang  mindestens  darlä.  yl&zrat,  p.szx<popxi  zusammengefasst ­
  werden,  unter  denen  an  derselben  Stelle,  übereinstimmend  mit
Rhetor.  III  3,  1406  b  2,  im  Gegensatz  gegen  die  beiden  anderen
Arten  die  yltizzai  als  den  -hponv.x  am  meisten  zusagend  bezeichnet
werden,  an  unserer  Stelle  ylüzzxi  und  \j.£zx<popxi.  Und  hiermit  ist  es
ferner  in  Übereinstimmung,  wenn  Rhet.  III  1,  1404  a  34  der
Schmuck  der  Rede  überhaupt  (dvö/j-xza  oax  nxpcc  r/jv  ditxlexzöv  sanv),
  den  die  tragischen  Dichter  mit  dem  Tetrameter  aufgegeben
haben,  den  epischen  Dichtern  (oi  zx  s£xp.szpx  Koiouvzög)  concedirt
wird.  Die  epische  Darstellung  nämlich  ist  nepizz'n  zOiv  äÄAwv  d.  h.  sie
hat  einen  von  den  anderen  Darstellungen  abstechenden  Charakter
oder  sie  ist,  wie  es  in  ähnlichem  Zusammenhang  Rhet.  III  3,  1400
b  3  heisst,  cjs/xvav  y.xi  avSadeg.  Ehen  dieser  vornehmere  Charakter
des  Epos  macht  es,  dass  ihm  das  feierliche  heroische  Mass  vor  allem
ansteht,  das  seinerseits  die  in  der  epischen  Darstellung  wohl  angebrachten, ­
  von  gemeiner  Rede  sich  entfernenden  Wortarten,  wie
Glossen  und  Metaphern,  am  ehesten  aufnimmt.  In  diesen,  wie  ich
meine,  an  sich  klaren  und  mit  anderen  Urtheilen  des  Aristoteles  in
Poetik  und  Rhetorik  im  besten  Einklang  befindlichen  Äusserungen
finde  ich  demnach  interpolatorische  Zuthaten  nicht  indicirt.
Die  beiden  anderen  -Versmasse  aber,  der  jambische  Trimeter
und  der  trochäische  Tetrameter  vereinigen  sich  in  dem  Charakter
der  Beweglichkeit,  die  dem  gemessenen  Gang  des  Epos  nicht  entsprechend ­
  ist,  unterscheiden  sich  aber  unter  einander  der  Art,
dass  der  Tetrameter  der  rascheren  Tanzbewegung  dienlich  (Poet.
4,  1449  a  23.  Rhet.  III  8,  1409  a  1),  der  jambische  Trimeter  dagegen ­
  der  für  die  Darstellung  dramatischer  Handlung  geeignete
Sprechvers  ist  (natum  rebus  agendis  Ilor.  A.  P.  82),  von  dem  das
Trpaxrixöv  in  ähnlicher  Art  gilt,  wie  es  Aristoteles  Polit.  1342  a4
von  musikalischen  Rhythmen  aussagt  23 ).
Wenn  also  von  diesen  drei  Versarten  —  von  melischen  ist  absichtlich ­
  ganz  abgesehen  —  nur  der  Hexameter  der  epischen  Dichtung ­
  entsprechend  ist,  so  muss  es  noch  verkehrter  erscheinen,  wenn
Jemand  dieselben  unter  einander  mischen  wollte,  wie  Clniremon  im

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