Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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erst und der Kunstanforderung entsprechend geleistet: er hat, was
die innere Gestaltung seiner Epen angeht, hei beiden zusammen
jene vier Compositionsarten in der Weise angewendet, dass er die Ilias
einfach und pathetisch, die Odyssee verflochten und ethisch angelegt
hat: und überdies hat er auch im Gedankenausdruck und in
der Sprache alles überboten. Dass Homer, indem er die vier Compositionsformen
in seinen Epen zur Anwendung brachte, auch alle
Theile d. h. Erfordernisse der epischen Dichtung angewendet, ist so
selbstverständlich, dass diesen Gedanken hier Niemand erwarten
oder vermissen wird, zumal Homers Meisterschaft in der dramatischabgeschlossenen
Composition des Sujets Cap. 23, und seine Überlegenheit
in der Einführung charakteristischer Individualitäten (ßSr,)
nachher im Cap. 24 ausdrücklich hervorgehohen und anerkannt ist.
Im Übrigen aber ist die Übereinstimmung zwischen diesem zweigliederigen
Urtheil über Homer und der vorangestellten theoretischen
Äusserung über die Bedingungen und Erfordernisse der epischen
Composition rücksichtlich der Arten einerseits, woran sich die Theile,
und die Theile des Mythos anschliessen, und der kunstgerechten»
Ausführung in didvoia und AeZic anderseits so einleuchtend, dass
jeder kritische Versuch, der diese Übereinstimmung alterirt, als verfehlt
gelten muss 20 ).
Hiermit ist das der Tragödie und der epischen Dichtung gemeinsame
Gebiet in kurzer aber dem Plane des Aristoteles vollkommen
entsprechender Erörterung abgethan, und alle Specialausführung
für das beiden Gattungen Gemeinsame aus der breiteren Ausführung
der tragischen Theorie zu entnehmen. Aristoteles wendet sich daher
zu den beiden Momenten, welche der epischen Dichtung im Unterschiede
von der Tragödie zukommen, der Ausdehnung und dem Metrum,
welche beide schon Cap. 3 als unterscheidende Merkmale der
epischen und tragischen Dichtung bezeichnet waren.
Was nun die Ausdehnung des Epos anlangt, so ist die früher
(Cap. 7) gegebene Begrenzung hinreichend: das sCaOvojerovdas
dort von dem p.iy=S'jc eines Kunstwerks verlangt war, und das
Aristoteles 23, 1439 a 32 wieder hervorhebt, spricht er hier in der
Forderung aus: diivaaSou ycr.p osi avvopäo?Saci rr,v äpyjiv y.cä rö rs-/oc.
Das heisst also, die pJ.a npätiCj welche für das Epos verlangt
wird, darf selbst so weit ausgeführt und mit Episodien der Art
erbreitet werden, dass man immer im Stande bleiben muss, das