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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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V  a  h  1  e  n

von  dem  ivipystav  kdibiv  bei  der  Metapher  und  von  der  stV.wv  erwähnt
worden,  noch  Manches  aus  Aristoteles  selbst  aufweisen  lässt,  das  in
dieser  Untersuchung  hätte  erwähnt  oder  eingehender  behandelt  werden ­
  können,  so  darf  doch  dieser  Umstand  hei  der  systematischen  Abgeschlossenheit, ­
  in  welcher  die  Ausführung  vor  uns  liegt,  nicht  zu
der  Annahme  verleiten,  es  sei  uns  dieser  Abschnitt  nicht  in  seiner
ursprünglichen  Vollständigkeit  erhalten.  Noch  weniger  hat  die  von
Steinthal  aufgebrachte  und  verfochtene  Meinung  Anspruch  auf  Billigung, ­
  dass  diese  beiden  Capitel  nicht  die  ursprüngliche  Aufzeichnung
des  Aristoteles  über  den  poetischen  Stil,  sondern  eine  mit  Benutzung
anderer  Aristotelischer  Schriften  gefertigte  Ergänzung  einer  hier  entstandenen ­
  Lücke  sei;  diese  Annahme,  zu  deren  Unterstützung  manche
besondere  Widerlegung  nicht  beanspruchende  Gründe  geltend  gemacht ­
  werden,  zerfallt  vor  der  Tliatsache,  dass  der  bezeichnete  Gesichtspunkt ­
  in  wohlgegliederter  Betrachtung  und  genauer  Entsprechung ­
  beider  Abschnitte  durchgeführt  erscheint.  Überdies  zeigten  die
wiederholt  im  einzelnen  herangezogenen  Parallelen  aus  der  Rhetorik,
dass  das  dritte  Buch  dieser  den  hiesigen  Abschnitt  der  Poetik  in  eben
der  Ausdehnung  und  Ausführung,  wie  wir  ihn  heute  vor  uns  haben,
voraussetzte,  und  nirgend  ein  Anlass  zu  der  Vermuthung  sich  darbot,
es  habe  dieser  Theil  einst  eine  andere  und  weitere  Ausführung  gehabt ­
  als  heute.  Anders  liegt  die  Sache  hei  dem  Abschnitt  über  die
Sprachkategorien  (c.  20).  Die  Erklärung  im  einzelnen  hat  die  hiesigen ­
  Aufstellungen  und  Definitionen  im  Wesentlichen  mit  den  anderwärts, ­
  namentlich  in  derHermenie  dargelegten  Ansichten  des  Aristoteles ­
  in  Übereinstimmung  gefunden,  so  dass  dem  Zweifel  an  dem
Aristotelischen  Ursprung  dieses  Capitels  die  Grundlage  entzogen  ist.
Allein  diese  grundlegenden  Erläuterungen  der  Elemente  der  Sprache
werden  nicht  dazu  benutzt,  Lehren  über  Stil  und  Diction  darauf  zu
hauen,  und  doch  wäre  es  nicht  schwer  z.  B.  aus  dem  dritten  Buch
der  Rhetorik  Anweisungen  zu  schöpfen,  welche  an  dit*  aullafiai,  den
a-jvosap-og,  die  -roj^tc  u.  s.  f.  sich  hätten  knüpfen  lassen.  Wer  etwa
hieraus  die  Vermuthung  schöpfen  wollte,  dass  uns  wenigstens  ein  Abschnitt ­
  über  die  stilistische  Anwendung  jener  Sprachkategorien  heute
abhanden  gekommen,  dem  geben  wir  folgendes  zu  bedenken  :  erstlich,
dass  nach  Abweisung  der  r/r,petzet  liZeug  zur  Darlegung  aller  Kategorien ­
  der  Sprache  und  von  diesen  zu  der  Sonderung  der  dS-r,  6v6-pcczeg
  ebenso  folgerichtig  fortgeschritten  wird,  wie  von  letzteren  zu
            
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