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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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nur  eines  einzigen  Wortes  aufgenommen,  cpayidaiva  f,  p.au  Gdpy.a
Soivärou  7iooo?,  indem  er  statt  des  gebräuchlichen  iaSiei  die  Glosse
Soivärca  schrieb,  die  Hesychius  durch  sbcu^strat  erklärt  (dvrt  xupiou
xai  eitiSSörag  7Acörrav),  und  dadurch  den  Vers  schöner  machte,  der
bei  Aischylos  gewöhnlich  (sürsAe?)  klingt:  denn  der  Zusammenhang
zeigt  unzweideutig,  dass  die  Euripideische  Fassung  dem  Aristoteles
als  die  schönere  galt,  und  wir  haben  kein  Recht  das  Urtheil  zu  bestreiten. ­
  Umgekehrt  kann  man  an  den  homerischen  Versen,  wenn
man  die  Glossen  und  fremdartigen  Ausdrücke  durch  die  gewöhnlichen
ersetzt,  sehen,  wie  sehr  der  Stil  verliert.  Also  wenn  man  den  Vers
Od.  IX  515  vüv  di  p.’  ethv  öAt'70?  re  y.a.1  ovriduvög  xcd  deid-gg  so  umwandelt ­
  vjv  di  pt’  eöjv  [xiy.pog  re  y.cä  aa^svuög  y.cd  detdr/g.  Statt  des
letzten  Wortes  (deidtg)  hat  der  homerische  Text  äxr/.vg,  wozu  in  den
Scholien  und  bei  Eusthatius  die  Variante  deiy'og  angeführt  wird:  in
den  Aristotelischen  Text  gegen  die  Überlieferung,  welche  beide  Verse
mit  ästdf;?  schliesst,  an  erster  Stelle  dy.iy.ug  einzusetzen,  ist  bedenklich; ­
  auch  genügte  ja  dem  hiesigen  Zweck  die  Umwandlung  von  0X170?
re  xcd  ovudccvög  in  puxpog  re  xcd  dGSsvixog.
Dasselbe  zeigt  das  andere  Beispiel  aus  Od.  XX  259  dilypov  r'cdxOtov
  xaraSeig  okiyov  re  rpaneCav,  wenn  man  es  so  umwandelt
d'appov  p.oy_Sr t pdv  xxraSeig  puxpdv  re  rpdne^av.  Im  ersten  Vers  hat
der  Homerische  Text  dtypov  deixOmv:  da  die  Überlieferung  der
Poetik  öiypov  re  deix.  darbietet,  so  ist  die  Frage,  ob  nicht  oitppcv
ra.iy.OMv  gemeint  war.
Und  noch  ein  drittes  Beispiel  mdveg  ßoocöoiv  (Ilias  XVII  265),
das  gewählter  ist  als  wenn  man  •niiveg  y.pdCouaiv  sagen  wollte.
Auch  tadelte,  heisst  es  weiter»  Ariphrades  die  tragischen  Dichter,
dass  sie  mancherlei,  das  Niemand  in  gewöhnlicher  Rede  (sv  rr,  dia-Aexto>)
  anwende,  gebrauchen,  wie  dup-drcav  öltro  für  drro  öaipiärojv,
und  aiSev,  und  eyth  di  viv,  und  ’A^tAAsw?  nepi  für  nepi  ’A^iAAc'oj?.
Die  Beispiele  sind  nicht  gemacht,  sondern,  wie  iyo)  di  viv  (womit
Soph.  Oed.  Col.  986  schliesst)  deutlich  zeigt,  entlehnt,  und  konnten
möglicherweise  in  einer  Tragödie  in  nicht  zu  grosser  Entfernung
von  einander  stehen,  wie  z.  B.  Euripides  Orestes  1642  Sclvougo.
xpig  gid’ev.  ’E76ö  viv  k^iawGa  aufeinander  folgen.  Schon  diese
Erwägung  hätte  von  der  -auch  sonst  durch  nichts  motivirten  Umstellung, ­
  welche  die  beiden  Belege  für  die  Anastrophe  der  Präposition  an
einander  rückt,  abhalten  sollen.
            
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