262
V a h 1 e il
jene ei'ov? nicht das ovop.a im strengen Sinne und im Unterschied
vom pvpa, sondern ganz allgemein das Wort, Nomen wie Verbum,
angehen.
Sehen wir nun von diesem an Bedenken so reichen Abschnitt
zurück auf die st017 ovop.o.rog, so ist in ihnen das ganze Gebiet von
Wortarten, das für den Stil und insbesondere den poetischen Stil
in Betracht kommen kann, dargelegt und angemessen erläutert. Und
diesen Abschnitt in eben der Ausführung, wie wir ihn vor uns haben,
setzt die Rhetorik voraus, wenn es III 2, 1404 b 27 beisst, rwv di
övoplärwv roGXVT iyövrwv eiovj ggcx Tc-Secbp^rcu iv r01g rcspi zrosvjcTecog 1 ,
roiiroiv •jpibrroiig p.iv xai omAöig 6vop.cx.Gi -/.cd K£jioir / p.£voig ähyaxtg
■/.cd 6\tyocyoö yjprioriov . ... ro di xöpiov xai r0 oixtiöv xai psratpopcc
p.6vca ■yprjc.p.ci npog rrjv rcnv iftiXcöv Aöycov 'Aify.v. Hierin sind, da man
unter tts/toir/psvu sehr wohl auch die essxTsrapisva, ücpypr,p.iva,
i£r/XA<xyp.£va., die alle theilweise Neuschalfungen des Dichters sind,
mitverstehen kann, die in der Poetik c. 21 erläuterten Wortarten in
befriedigender Vollständigkeit aufgeführt, und wenn, wie früher gezeigt,
die Rhetorik auch die weitere Sonderung der dor, p.srcccpopäg
genau so voraussetzt, wie sie jenes Capitel der Poetik darbietet, so
ist der Annahme jeder Halt entzogen, es sei uns in diesem Capitel
nicht die ursprüngliche Darstellung des Aristoteles, sondern eine aus
anderen Schriften desselben von anderer Hand zusammengetragene
Skizze erhalten. Dasselbe wird sich weiterhin vom 22. Capitel
zeigen, in welchem im genauesten Anschluss an jene ddr, 6v6p.cx.rog
und mit Berücksichtigung aller aufgestellten Arten deren Gebrauch
in der poetischen Sprache entwickelt wird.
Dieser Abschnitt geht aus von der Aufgabe der Aify.g überhaupt;
die äpsrr, (virtus) der Aify.g besteht darin, erstlich deutlich (aacjrj)
zu sein, arip-dov yccp ri 0 löyog üor' im p.n orfAol, oii koltigs.1 ro iocurov
epyov (Rhetor. III 2, 1404 b 2), und zweitens nicht platt und
niedrig (p.Yi ransivöv'); beide Forderungen sind so allgemeiner Art,
dass sie ebenso von der prosaischen Rede gelten (Rhetor. 1. c.), und
ibid. 1414 a 23 als die allein ausreichenden Bestimmungen der Ai£’.g
hingestellt werden, denen andere, wie Theophrastos (vgl. V. Rose,
Arist. Pseud. p. 142 lg.), weitere Forderungen, wie das r,dv und p.s-■yodoitpsrrig
u. s. w. hinzugefügt hatten, die, soweit sie überhaupt
berechtigt sind, als in jenen eingeschlossen angesehen werden
müssen. Der Unterschied zwischen prosaischer und poetischer