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V a h I e n
auch so, dass alle Nomina, welche jene drei Endungen haben, äppsva
seien. Und doch lassen die Worte der Poetik äppsva psv oaa tsIsutix
sig to v xai p (xai a) xai oaa ix tovtov aöyxsirai, raöra d’iori Siio,
p xai £, auch wenn man oaa nicht eben presst, nur die letztere Auffassung
zu. Aus Soph. Elench. 14,173 b 19 erfahren wir, dass Protagoras,
den die Rhetor. 1. c. als den Autor der Genusunterscheidungen
genannt hatte, die Wörter pfjvig und 7rr,/b?£ gegen den herrschenden
Sprachgebrauch als äppsva nahm, beides Wörter mit Endungen,
welche nach der Poetik zu denen gehören, auf welche äppsva ausgehen,
und der Scherz in Aristophanes’ Wolken lässt gleichfalls vermuthen,
dass man auf Grund theoretischer Sonderung der Geschlechter
der Nomina nach den Endungen den Sprachgebrauch zu
meistern sich unterfing.
Daher wird man auch die Aufstellung in der Poetik hinnehmen
müssen, dass nämlich äppsva seien die Nomina, welche (oaa) auf
jene drei (oder fünf) Endconsonanten ausgehen, und in gleichem
Sinne die gleichlautende Bestimmung über die 3-r/Xsa so auffassen,
dass weiblich seien die Nomina, welche auf die drei Vocale r/, co, a
ausgehen. Denn nur so ergibt sich, wie der abschliessende Satz sagt,
eine gleiche Anzahl von Endungen, auf welche die männlichen, und
auf welche die weiblichen Nomina ausgehen: cours taa aupßaivsi
^Xv/3-»7, sig oaa rä äppsva xai rä ■S’vjXsa (seil. rtiUurä), tö yäp p xat
£ rav rä sotiv (seil, rtö a). Das Geflissentliche, womit die beiden
letzteren Endungen als nicht besonders zu zählende hingestellt werden,
was ja für die Sache untergeordnet war, zeigt die Absicht, eine
gleiche Anzahl consonantischer Endungen für die äppsva und vocalischer
Endungen für die Sr,'\sa zu gewinnen, und das hat doch nur
Sinn, wenn mit dieser Sonderung der Endungen auch wirklich die
Geschlechter der Nomina gesondert werden sollten. Denn wenn die
Aufstellungen etwa so verstanden werden sollten, dass v, p, a nebst
£ und p die Endungen der männlichen Wörter, die Endungen der
weiblichen Nomina aber diese nämlichen und ausserdem noch a, rj, a>,
seien, was könnte dann — von der sprachlichen Unmöglichkeit dieser
Erklärung ganz abgesehen — für eine Raison in der schlussfolgernden
Hervorhebung sein, dass also eine gleiche Anzahl von Endungen für
die äppsva und sich ergebe? Ja diese Schlussfolge scldiesst
auch den Gedanken aus, dass nur beispielsweise für jedes der beiden
Geschlechter einige Endungen genannt sein sollten, und lässt nicht