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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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V  a  h  I  e  n

auch  so,  dass  alle  Nomina,  welche  jene  drei  Endungen  haben,  äppsva
seien.  Und  doch  lassen  die  Worte  der  Poetik  äppsva  psv  oaa  tsIsutix
sig  to  v  xai  p  (xai  a)  xai  oaa  ix  tovtov  aöyxsirai,  raöra  d’iori  Siio,
p  xai  £,  auch  wenn  man  oaa  nicht  eben  presst,  nur  die  letztere  Auffassung ­
  zu.  Aus  Soph.  Elench.  14,173  b  19  erfahren  wir,  dass  Protagoras,
  den  die  Rhetor.  1.  c.  als  den  Autor  der  Genusunterscheidungen
genannt  hatte,  die  Wörter  pfjvig  und  7rr,/b?£  gegen  den  herrschenden
Sprachgebrauch  als  äppsva  nahm,  beides  Wörter  mit  Endungen,
welche  nach  der  Poetik  zu  denen  gehören,  auf  welche  äppsva  ausgehen, ­
  und  der  Scherz  in  Aristophanes’  Wolken  lässt  gleichfalls  vermuthen,
  dass  man  auf  Grund  theoretischer  Sonderung  der  Geschlechter ­
  der  Nomina  nach  den  Endungen  den  Sprachgebrauch  zu
meistern  sich  unterfing.
Daher  wird  man  auch  die  Aufstellung  in  der  Poetik  hinnehmen
müssen,  dass  nämlich  äppsva  seien  die  Nomina,  welche  (oaa)  auf
jene  drei  (oder  fünf)  Endconsonanten  ausgehen,  und  in  gleichem
Sinne  die  gleichlautende  Bestimmung  über  die  3-r/Xsa  so  auffassen,
dass  weiblich  seien  die  Nomina,  welche  auf  die  drei  Vocale  r/,  co,  a
ausgehen.  Denn  nur  so  ergibt  sich,  wie  der  abschliessende  Satz  sagt,
eine  gleiche  Anzahl  von  Endungen,  auf  welche  die  männlichen,  und
auf  welche  die  weiblichen  Nomina  ausgehen:  cours  taa  aupßaivsi
^Xv/3-»7,  sig  oaa  rä  äppsva  xai  rä  ■S’vjXsa  (seil.  rtiUurä),  tö  yäp  p  xat
£  rav  rä  sotiv  (seil,  rtö  a).  Das  Geflissentliche,  womit  die  beiden
letzteren  Endungen  als  nicht  besonders  zu  zählende  hingestellt  werden,
was  ja  für  die  Sache  untergeordnet  war,  zeigt  die  Absicht,  eine
gleiche  Anzahl  consonantischer  Endungen  für  die  äppsva  und  vocalischer
  Endungen  für  die  Sr,'\sa  zu  gewinnen,  und  das  hat  doch  nur
Sinn,  wenn  mit  dieser  Sonderung  der  Endungen  auch  wirklich  die
Geschlechter  der  Nomina  gesondert  werden  sollten.  Denn  wenn  die
Aufstellungen  etwa  so  verstanden  werden  sollten,  dass  v,  p,  a  nebst
£  und  p  die  Endungen  der  männlichen  Wörter,  die  Endungen  der
weiblichen  Nomina  aber  diese  nämlichen  und  ausserdem  noch  a,  rj,  a>,
seien,  was  könnte  dann  —  von  der  sprachlichen  Unmöglichkeit  dieser
Erklärung  ganz  abgesehen  —  für  eine  Raison  in  der  schlussfolgernden
Hervorhebung  sein,  dass  also  eine  gleiche  Anzahl  von  Endungen  für
die  äppsva  und  sich  ergebe?  Ja  diese  Schlussfolge  scldiesst
auch  den  Gedanken  aus,  dass  nur  beispielsweise  für  jedes  der  beiden
Geschlechter  einige  Endungen  genannt  sein  sollten,  und  lässt  nicht
            
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