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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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eingeschlossen  ist.  Dass  aber  der  Map.og  in  der  Rhetorik  nicht  genannt ­
  wird,  macht  bedenklich,  in  ihm  eine  dem  xuptov  und  der  iura-<fopa
  nebengeordnete  Wortart  zu  erkennen,  zumal  ja  auch  das  ini-Sszov
  als  solches  entweder  xöp/.ov  (ouüov)  oder  uzzacpopa  ist.  Und
ferner  so  vielfach  auch  der  Text  der  Poetik  thatsäehlich  durch  kleine
Lücken  gelitten  hat,  die  Annahme,  dass  eine  ganze  Definition,  ohne
dass  sich  dafür  ein  äusserer  Anlass  entdecken  lässt,  ausgefallen,  ist
in  diesem  Falle  darum  so  bedenklich,  weil  über  den  Begriff  des
jj.og  selbst  volle  Klarheit  nicht  zu  erzielen  ist.  So  sehr  es  den  Anschein ­
  hat,  es  solle  darunter  neben  yXüzza,  p.ezafopa.  u.  s.  w.  eine
einzelne  Wortart  verstanden  werden,  so  ist  doch  der  Gebrauch  des
Wortes,  so  weit  wir  ihn  verfolgen  konnten  (vgl.  noch  den  Abschnitt
Quintilians  VIII  3  über  den  ornatus),  dem  entgegen,  und  wenn  y.iop.og
auch  in  der  Poetik  eine  allgemeinere  Bedeutung  hatte,  unter  der  andere ­
  Wortarten  mitbegriffen  wurden,  so  würde  es  um  einiges  begreiflicher ­
  sein,  dass  von  diesem  Terminus  eine  Definition  nicht  gegeben
worden,  da  dessen  Erläuterung  in  den  Definitionen  der  übrigen  Wortarten ­
  und  der  darauf  gegründeten  Gebrauchsanweisung  derselben
enthalten  ist.  Doch  ich  begnüge  mich  mit  dem  dianopelv,  gern
zufrieden,  wenn  andere  die  lOag  dazu  finden.
Es  erübrigen  noch  vier  siov  6v6p.ct.zog,  die  unter  sich  in  engerer
Beziehung  stehen;  es  ist  das  vom  Dichter  neugeschaffene,  das  durch
Verlängerung  oder  Verkürzung  oder  andere  Veränderung  modificirte
und  von  der  geläufigen  Form  unterschiedene  Wort:  xs^oivp-ivov,
ins'/.zzza.jxivov^  ü^>7ppv}p.svov,  slgr/XXayp.lvov,  deren  Gemeinsamkeit  darin
besteht,  dass  sie  nicht  Bedeutung  und  Gebrauch,  sondern  die  Formbildung ­
  angehen.  Von  dem  nznoirip.evov,  d.  i.  ö  olojg  p.n  x.a/oup.svov
07rö  rivöiv  ccjzdg  ziäzzai  o  xorozr,g,  heisst  es  vorsichtig  ooxsf'ydjS  ew.cc
elvau  zoiaüza:  über  das  jetzt  nicht  nachweisbare  IpvOyag  (so  A c )
vgl.  die  Glosse  des  Hesychius  ipvyzag  und  das  dort  von  Schmidt  Angeführte: ­
  äprjzripa  für  Ups«,  das  auchHesych.  s.  v.  und  Etjmol.  Magn.
anführen,  ist  aus  Ilias  I  11  genommen,  kommt  aber  auch  sonst  bei
Homer  und  Späteren  vor.  Über  das  7Tznocop.ivov  überhaupt  vergl.  die
den  Begriff  desselben  etwas  weiter  fassenden  Bemerkungen  bei  Demetrius ­
  de  elocut.  c.  94—97  und  was  bei  Cocondrius  xspi  zpixoiv
(Rliet.  Graec.  VIII  784)  in  mit  Aristoteles  nur  zum  Theil  übereinstimmender ­
  Weise  erwähnt  wird.
Sitz!»,  d.  phil.-hrst.  CI.  LVI.  Bd.  II.  Ilft.

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