Roswitha und Conrad Celtes.
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tet hat, muss jedenfalls in hohem Grade auffallen. Der mohamedanische
König, der in Cordova herrschte, hatte von einem siegreichen
Zuge gegen die Christen in Galizien deren König als Gefangenen zurückgebracht.
Für dessen Auslösung, die nicht vollständig geleistet
werden konnte, stellte sich der jugendliche Sohn Pelagius als Geissei.
Die Schönheit desselben reizte die Sinnlichkeit des Chalifen, der
alles aufbot den Knaben zu verführen, und als ihm dieses nicht
gelang, ihn in grausamer Weise ermorden Hess.
Die sechste Legende mit der Überschrift: Lapsus et conversio
Theophili Vicedomini, behandelt in 455 heroischen Versen die Geschichte
eines eilicischen Archidiaconus, der aus verletztem Ehrgeize
mitHülfe eines jüdischen Zauberers sich dem Teufel verschreibt, damit
ihm dieser wieder sein verlorenes Amt verschafft. Bald aber von Reue
ergriffen, wendet sich Theophil um Hülfe an die heilige Jungfrau,
durch deren Fürbitte er wieder Gottes Gnade erlangt und eines
seligen Todes stirbt •). Man findet in dieser Dichtung, welche im
Mittelalter in manchfacher Weise behandelt worden, die Grundlage
zur Faustsage.
Dem Haupttheile der fünf Heiligengeschichten folgen gewissermassen
als Beigabe drei weitere Legenden, welche in der kleinen
Dedication (von 6 Hexametern) an die Abtissin Gerberga als versiculi
novelli bezeichnet werden. Es sind diese drei Gedichte betitelt:
Conversio cujusdam juvenis desperati per S. Basilium cpiscopum in
26ä Hexametern, Passio S. Dionysii egregii martyris in solchen
266 Versen, und Agnes: incipit passio sanctae Agnetis virginis et
martyris in 4S9 Hexametern. Die erste Geschichte ist ebenfalls eine
Teufelsverschreibung, welche durch den Bischof Basilius von Cäsarea
zu niclite gemacht wird; die zweite erzählt die Geschichte des ersten
Bischofs von Athen, womit dessen Reisen nach Ägypten und seine
Studien in der Astronomie, endlich seine Wanderung nach Gallien
und sein Märtyrerthum daselbst verflochten wird 2 ).
!) Welche Legende dabei zu Grunde lag, ist unbekannt. Theophilus soll uin 835 gelebt
haben. Eutychianus, der Freund des Theophilus, schrieb die Geschichte in griechischer
Sprache auf: die lateinische Übersetzung geben die Acta SS. Febr. I. 480.
Vgl. Barack a. a. 0. Vorr. S. XXVI.
2 ) Zum Theil nach der Legende in den Act. SS. Oct. 9.
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