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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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nichts  als  durch  Aufweisung  einer  möglichen  Erklärung  den  Gedanken ­
  an  absichtliche  Interpolation  möglichst  fern  zu  halten.
Sachlich  angesehen,  haben  wir  demnach,  wie  für  den  gOvoecp.og
  zwei  Definitionen  gegeben  waren,  so  auch  für  das  äpSpov  zwei,
von  denen  die  eine  die  früher  bezeichnete  Classe  von  Conjunctionen,
die  andere  die  npoSiasig  oder  Präpositionen  umfasst.  Dass  letztere
von  den  Alten  vielfach  zu  den  aOvftsGfxoi  gezählt  wurden,  ist  bekannt
(vgl.  Dionys,  de  comp.  c.  2  p.  9,  1  und  c.  22  p.  155,  12  und  157,  TR.),
und  wenn  man  einmal  von  den  guvoegijm  eine  Gruppe  von  Conjunctionen ­
  aussonderte  und  jenen  als  dpStpa  nebenordnete,  so  war  es  nichts
auffälliges,  dass  man  auch  die  Präpositionen  lieber  diesen  zugesellte,
als  unter  der  Kategorie  der  auvotapM  beliess,  und  unschwer  lässt
sich  zwischen  jenen  die  Satzglieder  sondernden  und  verbindenden
Conjunctionen  und  den  Präpositionen  in  ihren  zwischen  Nomen  und
Verbum  vermittelnden  Functionen  eine  Analogie  erkennen,  welche
auch  letztere  lieber  als  äpSptz  d.  h.  Gelenke  denn  als  gOvosgij.oi
d.  h.  bindende  Partikeln  betrachten  liess.  Durch  bestimmte  Zeugnisse
lassen  sich  freilich  diese  Annahmen  über  die  Bedeutungen  von  dp-3-pov
  nicht  unterstützen,  aber  es  gibt  auch  meines  Wissens  keine,  welche ­
  ihnen  widersprächen.  Dionysios  de  comp.  c.  2  p.  8,  1  R.  schreibt
zwar:  rüv  roO  Xöyou  piopi'wv,  ä  o'n  x«t  Groiyßd  rviisg  rrjg  li.cs.mg  y.a-Xoüai.
  reevra  Ss  OEoösy.-r,g  [xsv  xai  ’Ap  t  aro  r  i  X  vj  g  y.ai  oi  y.a.r’
ixeivovg  (pikoaofhaocvTsg  rovg  ypövovg  dypi  rptcöv  7ipor,yc/.ycv,  ovöp.a-a
  y.cd  pr,p.ar«  y.cd  awdiap.ovg  npüzcc  pipv  rfjg  XigEiog  -.oioövrtg  •
oi  oe  per’  avrovg  yevöp.Evoc  y.cd  p.dXiura  oi  rrjg  Srwtzvjf  cdpiaeug
rjyspivsg  äug  TErrdpiov  Trpoußißaoccv,  yupiotxyrsg  dnö  uZv  GvvdiGpMv
rd  dpSrpa.  Und  ähnlich  de  vi  Demostli.  c.  48  p.  1101,4  R.  Quintilian
I  4,  18  hat  nur  den  Dionysios  übersetzt  und  kann  als  selbständiger
Zeuge  nicht  in  Betracht  kommen.  Jene  Angabe  nun  ist  augenscheinlich
weder  aus  der  Poetik  geflossen,  von  deren  Kenntniss  in  Dionysios
rhetorischen  Schriften  nirgendwo,  auch  wo  der  Anlass  nahe  gelegt
war,  sich  eine  unzweideutige  Spur  auffinden  lässt,  noch,  wie  Usener
meinte,  aus  der  Rhetorik,  in  welcher  eine  Aufstellung  der  pjpr,
Xiyou  oder  aroiyßa  Isi-zug  in  dieser  Art  nicht  gegeben  wird,  sondern
des  Dionysios  Quelle  war,  worauf  schon  die  an  beiden  Stellen  wiederkehrende ­
  Verbindung  der  beiden  Namen  ösoos'xTvjg  und  'ApiarorOrng
  hinweist,  eine  andere  uns  nicht  erhaltene  rhetorische  Schrift
des  Aristoteles  (v'gl.  V.  Rose  Arist.  Pseudep.  S.  144  fr.  5).  Die
            
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