Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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den Redner in Parallele bringen, sondern den Redner und die dramatischen
Personen, welche der Dichter handelnd und redend einführt:
sie haben die oidvoix in der angeführten Gliederung anzuwenden:
sie beweisen und widerlegen, sie regen im Widerstreit
gegen einander Affecte auf oder beschwichtigen die aufgeregten, sie
verleihen den Dingen Grösse und Wichtigkeit oder lassen sie als
klein und gering erscheinen. Diese Zwecke haben sie durch das
Mittel der Rede zu erzielen, und auch sie haben nichts mehr zu
tliun, wenn die Dinge auch ohne die Rede schon so erscheinen, wie
sie sollen. Da demnach der Satz rd ö’ iv rw Xöyu> auf den Redner
wie auf die Personen im Drama Anwendung leidet, so mag es sein,
dass die doppelte Beziehung beabsichtigt war, und nur die Annahme
ist, wie ich glaube, abzulehnen, dass derselbe ausschliesslich vom
Redner gelten soll: denn hierdurch würde die Beredsamkeit in einen
Gegensatz gegen die npdyp.xrix. d. i. die dramatischen Handlungen
gebracht, wobei Absicht und Gedankenzusammenhang des ganzen
Abschnittes schwer begreiflich bliebe. Es wollte aber, wie ich meine,
Aristoteles das betonen, dass, wenn dieselben Gesichtspunkte der
didvoix für die Composition der npd.yp.XTa. wie für die Reden gelten,
doch jene ihre Wirkung durch sich selbst haben müssen, die Reden
(in der Beredsamkeit wie im Drama) nur dann ihren Zweck erfüllen,
wenn sie einen durch sie erst darzulegenden Gedankeninhalt haben.
Nach diesen kurzen Andeutungen über die im Übrigen der Rhetorik
anheimgegebene didvoia bleibt nun nur noch der Stil der
Tragödie (Xi£is) zu behandeln übrig.
Einen Gegenstand dieser Betrachtung geben die T/dp.ara )dfcojf
ab. Aus diesem Ausdruck allein Hesse sich schwer bestimmen,
was darunter verstanden werde. In der Rhetorik wird derselbe mehrfach
aber in verschiedener Beziehung gebraucht, II 24, 1401 a 7
von der syllogistischen Form des Enthymems (ri <suvzorpxp.p.ivov
xxt xvnxeipJvug stnsTv) ; III 8, 1408 b 21 von der rhythmisch-metrischen
Form der Rede; III 10, 1410 b 29 von der antithetischen
Redeweise (xxtx rrjv /U£tv tö piv ayrjp.au, sxv ävrwst;jtivwg
llyraui); in den sophistischen Widerlegungen 166 b 10 von der
grammatischen Form der Nomina und Verba: kurz man erkennt
bald, dass der Ausdruck noch nicht die Bedeutung eines technischen
Terminus hat, wie ihn die spätere Rhetorik ausgebildet bat. Bei
rotf ayf<p.aai awonspyatipsvov c. 17, 145b a 29 wird unbefan-