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zu offenbarenden Charakter des Redenden (f / Sog'), eine zweite in den
Stimmungen und Affecten liegt, in welche die Rede die Hörer versetzt
(ndSri), die dritte und wichtigste endlich in dem durch die Rede herzustellenden
Beweise oder Scheinbeweise. In den Besitz dieser drei
Gattungen rhetorischer Bewährung wird sich demnach setzen, wer
Schlüsse zu bilden versteht, auf denen hauptsächlich das Beweisen
und Widerlegen beruht, wer über die Charakteräusserungen und
AVer über die Natur der Affecte und die Mittel ihrer Erregung unterrichtet
ist (Rhetor. I 2, 1356 a 1 ff.). Nach dieser Dreigliederigkeit
der Bewährungsformen wird die rhetorische didvotec in den beiden
ersten Büchern der Rhetorik abgehandelt.
In der Gliederung der chdvoix, welche die Poetik gibt, wird an
erster Stelle eng zusammengehörig Beweisen und Widerlegen (tö
rs dxodnxvvvai xai rö aöecv) genannt. Das Widerlegen berücksichtigt
auch die Rhetorik: da dasselbe aber entAveder auf einem Gegenschluss
(ävnGvXXoyt^eGSai) oder einer Instanz (svcrrccffig) beruht, für
den ersteren aber andere Formen als für den Schluss nicht gegeben
Averden können, so blieben nur Gesichtspunkte für die ivaruGig zu
geben übrig (Rhetor. II 25, 1402 a 31. II 26, 1403 a 25 ovdi ra
Xunxä iv3vp.-gp.aTOg do6g n iariv). An das Widerlegen ist in der
Poetik auch 1450 h 11 gedacht, avo die mavoia als das definirt
Avird, iv olg dTzodeixvvovGi n (hg ecmv rj oog ovx ianv, Avährend es
1450 a 7 in der Definition iv oacig Xiyovrsg dnodsixvvaat rt im Be-Aveisen
eingeschlossen scheint.
Das in der Poetik an dritter Stelle genannte xal in p.iys3og xai
ptxp&T^rag seil. xapaox£ud£eiv ist im Grunde nur ein dem BeAveisen
untergeordneter Gesichtspunkt und erscheint als solcher in der Rhetorik:
in der Beredsamkeit nämlich kommt es nicht blos darauf an,
zu beAveisen, dass etwas ist oder nicht ist, sondern auch dass es
gross und Avichtig oder klein und unbedeutend sei (Bhetor. I 3, 1359
a 19). Daher Averden für das avpißovXsvnxdv yivog die tojtoi nicht
blos für das äyaäov und Gvp.<pipov schlechtAveg, sondern auch für
das pdya und pisitov dyaSiv aufgestellt (I 7, 1363 b 5 ff.), und in
ähnlicher Art auch hei den beiden anderen Gattungen der Beredsamkeit
(I 9, 1368 a 10. I 14, 1374 h 25), zugleich aber wird hervorgehoben,
dass das ccüfstv xai p.uovv d. i. napaaxsvd^uv p.iysSog xai
p.txp6rr,Txg eigentlich nur ein unter das änodeixvvvai fallender Gesichtspunkt
ist (II 26, 1403 a 17 coli. II 19, 1393 a 9), dem sich