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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Der  grammatische  Bau  der  Algonkin-Sprachen.

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Algonkin  :
ki-pimose-min.
ni-pimose-min.
k-pimose-m.
pimose-k.

Lenni-Lennape:  Cree.
n-pomissi-neen.  ke-pemootan-anow.
ne-pemootan-nan.
pomsihhimo  (?).  ke-pemootan-owow.
pommissowak.  petnootaywuk.

Ist  jedock  das  Nomen  actionis  derart,  dass  es  unmittelbar  auf
ein  Object  bezogen  werden  muss,  d.  li.  entspricht  es  unseren  Verbis
transitivis,  so  kann  es  entweder  auf  die  verschiedenen  bestimmten
Objecte  bezogen,  oder  es  kann  diese  Bezeichnung  auf  ein  unbestimmtes
Object  (in  der  dritten  Person)  ausgedehnt  werden.  Ein  dritter  Fall,
wo,  wie  etwa  in  unseren  Sprachen,  die  Handlung  allgemein,  ohne  Bezug ­
  auf  irgend  ein  äusseres  Object  dargestellt  werden  könnte  (z.  B.
ich  schreibe,  ich  schlage),  ist  innerhalb  der  Algonkin-Sprachen  nicht
möglich  •).  Dieser  Fall  (sowie  das  zu  demselben  gehörende  Passivum)
  wird  einigermassen  durch  jene  Fälle,  wo  die  Beziehung  auf  ein
unbestimmtes  Object  stattfindet,  umschrieben.  Der  Satz  also  z.  B.:
„ich  liebe“  lautet  hier:  „meine  Liebe  zu  Jemandem“  ;  der  Satz:  „ich
werde  geliebt“  lautet:  „mein  Geliebtsein  von  ihm  —  irgend  Jemandem“. ­

Von  den  Pronominalelementen  werden  die  possessiven  wie  oben
stets  präfigirt,  während  die  abhängigen  suffigirt  werden.  Die  letzteren ­
  weichen  sowohl  von  den  ersteren  als  auch  von  den  vollen  Pronominalformen ­
  etwas  ab.
Wir  theilen  die  hier  zu  beleuchtenden  Fälle  in  drei  Abheilungen ­
  :
1.  Nominalausdruck  mit  Beziehung  auf  die  verschiedenen  bestimmten ­
  Objecte.
2.  Nominalausdruck  mit  Beziehung  auf  ein  unbestimmtes  Object
(in  der  dritten  Person).
3.  Nominalausdruck  mit  Beziehung  auf  das  Subject-Objeet  und
ein  unbestimmtes  Subject.

Vgl.  auch  im  Mexikanischen  Steinthal,  Charakteristik  der  hauptsächlichsten  Typen
des  Sprachbaues,  p.  207  und  210.

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