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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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Müller

lassen  sich  innerhalb  der  Algonkin-Sprachen  nicht  mehr  als  solche  erkennen. ­
  Wenigstens  gilt  dies  von  jener  Art  derselben,  welche  als
Träger  des  Sprachstoffes  (/.y.r'  i^oyrjv)  gelten  können,  und  welche
man’innerhalb  der  flectirenden  Sprachen  mit  dem  Ausdrucke  Stoffwurzeln ­
  bezeichnet.
Gewiss  waren  einmal  sämmtliche  Urelemente  formell  einsilbig:
dieser  Zustand  reicht  aber  —  wie  auch  anderwärts  —  über  die  gesprochene ­
  Sprache  hinaus  und  muss  hier,  wo  die  Mittel  zu  seiner
Feststellung  fehlen,  ausser  der  wissenschaftlichen  Betrachtung  bleiben. ­

Sämmtliche  Elemente,  aus  welchen  die  Sprache  ihre  Formen
zusammensetzt,  zerfallen  nach  ihrer  äusseren  Form  in  zwei  Abtheilungen ­
  :
I.  Elemente  von  meistens  mehr  als  einsilbigem  Baue,  welchen
die  Anschauung  von  etwas  Thatsächlichem  zu  Grunde  liegt.  —  Sie
entsprechen  in  gewissem  Sinne  den  unfleetirten  Wortstämmen  der
flectirenden  Sprachen,  d.  h.  sie  sind  den  Stammbildungen  oder  Themen ­
  der  letzteren  parallel,  von  denen  sie  erst  der  weitere  Bildungsprocess
  scheidet.
II.  Elemente,  welche  einsilbig  sind  und  Formen  und  Verhältnisse
bezeichnen.  —  Sie  entsprechen  so  ziemlich  den  Formelementen  der
flectirenden  Sprachen.
Aus  der  Verbindung  der  Stoffelemente  mit  den  einsilbigen  Formelementen ­
  erwächst  das  Wort.
III.  Form  des  Wortes.
Die  Wortbildung  geht  innerhalb  der  Algonkin-Sprachen  durch
Suffigirung  der  Formelemente  an  die  Stoffelemente  vor  sich.  —
Nur  das  possessive  Pronomen  macht  eine  Ausnahme;  es  wird  stets
präfi  girt.

IV.  Redetlieile.
Bekanntlich  ist  in  den  meisten  Sprachen  eine  scharfe  Scheidung
des  prädicativen  und  abhängigen  Verhältnisses  von  der  grössten ­
  Wichtigkeit  und  beruht  auf  demselben  die  Sonderung  des  ganzen
Sprachschatzes  in  zwei  Kategorien:  Verbum  und  Nomen.  Ein  und
dasselbe  Thema  kann  überall  dort,  wo  dieser  Unterschied  aufgefasst
            
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