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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

über  eine  spanische  Handschrift  der  Wiener  Hofbibliothek.  103
heilt  >)•  Im  vorigen  Jahre  endlich  erschienen:  Cartas  de  Eugenio
de  Salazar  vecino  y  natural  de  Madrid  escritas  d  muy  particulares
amigos  suyos,  publicadas  por  la  sociedad  de  bibliöfilos  espanoles-Madrid,
  Rivadeneyra,  1866,  8».,  worin  S.  69'—  79  die  mehrfach
erwähnte  Carta  enthalten  ist.  Der  Herausgeher,  P[ascual]  de
G[ayangos]  benützte  eine  handschriftliche  Sammlung  aller  Schriften
des  Verfassers,  welche  der  Letztere  seihst  veranstaltete,  seinen  Kindern ­
  hinterliess  und  mit  minutiösen  Bemerkungen  begleitete,  die  sich
auf  die  Art  der  Drucklegung,  auf  Orthographie  und  dergleichen  beziehen. ­
  Man  wird  also  ohne  Zögern  den  Text  bei  Gayangos  dem
mehrfach  abweichenden  im  Semanario  vorziehen,  und  in  letzterem
entweder  den  ersten  Entwurf  von  Seite  des  Verfassers  oder  die  Umarbeitung ­
  eines  Späteren  erblicken.  Der  Text  in  der  Wiener  Handschrift ­
  stimmt  nun  seinerseits  mit  dem  im  Semanario  fast  durchgehends
  überein,  und  nur  der  Schluss,  welcher  schon  hei  Valladares
etwas  reichhaltiger  als  bei  Gayangos  ist,  ist  in  M  noch  breiter
gehalten.  Meine  Mittheilungen  über  dieses  Stück  dürfen  sich  daher
auf.  diese  Stelle  beschränken:
Der  Schreiber  klagt,  schon  seit  fünf  Monaten  warte  er  vergeblich; ­
  alle  seine  Mittel  und  Aushilfsquellen  seien  nunmehr  erschöpft;
er  wolle  daher  nur  noch  einen  Monat  ausharren.  Ilecha  tengo  la
cuenta;  y  si  el  sustento  me  llegn  d  otro  mes  serd  todo  lo  del
mundoi  Determinado  estoy  que  si  en  todo  este  mes,  con  que  se
eumplirdn  seis  de  mi  residencia  en  cörte,  no  me  saliere  alguna
stierte,  volverme  d  mi  casa,  porque  para  tan  corta  vida  como  los
hombres  ya  vivimos,  basta,  ser  medio  ano  necio.  Y  sin  duda  no  me
detcrne  mds,  porque  si  no  fuerc  proveido,  serd  pobrc  ido.  Und  mit
diesem  Wortspiele  endet  der  Text  bei  Gayangos.  Ausführlicher  in  M,
womit  derText  bei  Valladares  nur  in  den  ersten  Zeilen  iibereinstimmt:
Hecha  tengo  mi  cuenta 3 )  que  si  la  moneda  llega  ä  poderme
sustentar  otro  mes,  esperarle*)  e  pero  si  pasare  del 4 ),  con  el  quäl 5 )
1 )  Wenn  trotzdem  die  Nouvelle  biograpliie  generale  von  Didot  (Bd.  XXXIV.  vom
J.  1861)  unter  Mendoza’s  Werken  noch  immer  die  Carta  anführt,  so  beweist  dies
nur  noch  einmal,  mit  wie  viel  Vorsicht  derartige  Sammelwerke  zu  benützen  sind.
2 )  Vall.  la  c.  y  es  que.
3 )  Vall.  le  esperare;  pero.
Vall.  si  passa  de  alli.
5 )  Vall.  que.
            
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