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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

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M  u  s  s  a  f  i  a

132.  Agua,  Los  visos  que  tienen  nlgunas  telas  de  seda  imitando
  d  las  ondas  o  visos  que  hace  el  agua.  So  hiess  Chamelotc  de
aguas,  una  tela  de  seda  prensada  de  modo  que  hacia  visos  como
el  moer  de  aguas;  f'rz.  moire,  engl,  mohair.
133.  Cama  „Bett“;  c.  de  arado,  Pars  aratri  incurva  cui  stiva
innititur;  c.  de  melones,  Melopcponis  aliorumve  fructuum  pars
terrae  incubans;  endlich  bedeutet  cama  die  Lagerstätte  der  Thiere,
daher  c.  de  liebres.
134.  Sueno  bedeutet  „Schlaf“  und  „Traum“  somnus  und  somnium;
  in  durmieron  el  sueno  hat  es  natürlich  die  erste  Bedeutung;
der  Zusatz  y  la  soltura  („und  die  Lösung“)  passt  nur  zur  zweiten
und  erinnert  an  die  Redensart:  dezir  el  sueno  y  la  soltura,  Referir
con  libertad  y  sin  reserva  todo  lo  que  se  ofrece,  aun  en  las  cosas
immodestas,  Procaciter  loqui.
Bl.  136“—147 b  drittes  Stück:  Carta  sohre  lo  que  pasan  los
catarriberas  y  otras  personas  pretendientes  oßcios  en  cortes.  Diese
treffliche  Satyre  gegen  die  Stellenjäger  wurde  zuerst  von  Valladares
im  XVIII.  Bande  seines  Semanario  erudito  wenig  sorgfältig  gedruckt. ­
  Lange  Zeit  hindurch  nahm  man  als  Verfasser  den  berühmten
Diego  Hurtado  de  Mendoza  an.  Indessen  waltete  hier  ein  Missverständniss
  oh,  das  seinen  Grund  zunächst  darin  hatte,  dass  Mendoza  unter
dem  falschen  Namen  eines  Bachiller  deArcadia  eine  heissende  Satyre
gegen  Paulo  de  Salazar,  Eugenio's  Vater,  geschrieben  hat.  Vater  und
Sohn,  Salazar  und  Mendoza,  wurden  nun  mit  einander  verwechselt
und  die  unrichtige  Behauptung,  die  Carta  de  los  Catariberas  rühre
von  dem  berühmten  Verfasser  des  Lazarillo,  ging  von  einem  Werke
in  das  andere  über 1 ),  bis  Don  Bartholome  Jose  Galiardo  in  einem
geistreichen  Aufsatze  3 )  urkundlich  bewies,  die  Carta  sei  dem  Eugenio
  de  Salazar  y  Alareon  zuzuweisen,  welcher  nebst  zahlreichen
Gedichten  vier  satyrische  Briefe,  worunter  den  in  Rede  stehenden
verfasst  hat.  Die  Entdeckung  Gallardo’s  wurde  von  den  spanischen
Übersetzern  Ticknor’s  (II,  504),  von  Wolf  (Julius-Ticknor  II,  730)
und  neulich  von  Ticknor  seihst  (3.  Aufl.  I,  579)  zustimmend  mitge-Noch

  Clemencin,  zu  Don  Quijote,  III,  340,  schreibt  den  Brief  dem  Diego  de  Mendoza
  zu.
El  Criticon,  papcl  volante  de  literatura  y  bcllas  nrtes.  Num.  3.  Madrid  1833.
            
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