Die Dekretalen zwischen den Decretales Gregorii IX. etc.
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heit ersichtlich, dass beide verschiedene Verfasser haben. Hierdurch
aber ist der Beweis erbracht, dass es verschiedene Sammlungen
von Extravaganten gab, und diese auch wissenschaftlich
behandelt wurden. Für diese Behauptung stehen
noch andere gewiss triftige Beweisgründe zur Verfügung, und zwar
1. dass Johannes Andreae wiederholt Extravaganten anführt, aus
denen die betreffenden Capitel des Sextus excerpirt seien und verschiedene
Anfangsworte derselben mittheilt. So zum c. si pro clericis
de praeb. „tracta fuit de extrav., quae inc. venerabilibus frutribns,
alias super provisione,“ zu c. ne captandae de conc. praeb.
„extr. licet, alias audivimus“, zu c. si post 2 de confess. „extr.
Retulisti, alias dil. filiozu c. 5. de priv. „extr. quia pro qualitate,
alias quoniam“. Die Prager Sammlung hat das zuerst citirte
unter dem ersteren, die hier besprochene Münchner unter dem letzten
Schlagworte. Damit ist aber zugleich bewiesen, dass man mit
den Schlagworten allein nichts beweist, sondern jedesmal genau den
Inhalt vergleichen muss. Dass dies von mir mit peinlicher Genauigkeit
geschehen, dürften wohl die Bemerkungen zu den Capiteln auch
jene lehren, die nicht in der Lage sind, Einsicht in die Handschriften
zu nehmen. 2. Derselbe giebt wiederholt an, dass die von ihm als
Quelle citirte Extravagante unter dem oder jenem Titel stehe, und
zwar auch bezüglich solcher Extravaganten, die in keiner bisher
bekannten officiellen Sammlung standen, insbesondere von Alexander
IV. und Clemens IV. Will man nun hieraus nicht folgern, was
gewagt wäre, dass von diesen officielle Sammlungen bestanden hätten,
so muss man annehmen, dass es private gab. Da er aber auch Meinungen
der Glossatoren zu solchen anführt, unterliegt keinem Zweifel,
d ass jene Sammlungen sich im Gebrauche befanden. Ich
führe zum Belege an: zu c. 10. de elect. führt er an, es sei aus der
Extrav. Alex. dil. filii u. „Garsias habebat eam suh rühr, de elect.,
Guil. de rescr., Hast, de appell.“, zu c. exsecutor vero 4. de conc.
praeb. „fuit tracta haec decret. de extrav., quae inc. eodem titulo c.
sicut ex parte et §. potest tarnen.“ Ob nicht dieser §. die num. 6
der Münchner Sammlung ist, kann ich nicht sagen, da ich leider
nicht alle abgeschrieben habe, zu c. cum C. laicus 3 de foro comp,
„tracta fuit haec decret. de extrav. Clementis, quae ine. Sun nobis
nobilis vir Henricus eodem titulo“. zu c. statuto 2 de decimis: „ponebatur
olim haec decret. sub titulo de statu monachorum et ineip.