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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Die  Dekretiilen  zwischen  den  Decretales  Gregorii  IX.  etc.

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nus  ftymoti 1S )  bone  me.  Cardinalis  transiret  parf’interrogatus  ab  episcopo
  paduano,  utrum  const.  ista  intelligatur  solomodo  de  clericis,  cum
littera  dicit,  „clericos  aliene  parocbie“  vel  etiam  de  non  clericis,  ut
per  hoc  extendamus  eam  ad  primam  tonsuram,  respondit,  quod  papa
Gregorius  X.  de  hoc  interrogatus  a  quibusdam  fratribus  minoribus
dixit,  se  intelligere  const.  istam  generaliter,  videlicet  quod  episcopi
clericos  aliene  parocbie  ordinäre  non  possint,  nec  alicui  non  clerico
primam  tonsuram  dare“.
Erwähnt  sei  noch,  dass,  wie  bereits  das  angeführte  Citat  zu  c.
avaritiae  ergiebt,  die  Dekretalen  Gregors  IX.  so  citirt  werden,  als
bildeten  sie  mit  den  neuen  ein  Ganzes.  Im  c.  statuimus  de  praeb.
heisst  es  nemlich:  „Innoc.  IIII.  tarnen  notat  infra  de  conc.  praeb.  c.
quia  diversitatem“  d.  h.  c.  S.  X.  III.  8.  Diese  Citirart  liefert  aber
wieder  den  Beweis,  dass  die  Arbeit  vor  den  Liber  sextus  fällt  14 ).
VI.  Von  den  späteren  Dekretalen  dieser  Periode  erscheint  nur
noch  eine  mit  einer  besondern  Glosse,  nemlich  die  const.  Cupientes
von  Nicolaus  III.  Diese  ist  glossirt  in  folgenden  Handschriften:
1.  Cit.  Breslauer  Codices  II.  F.  30,  II.  F.  32.  Die  Glosse  gehört  Garsias
  an.  Dies  hat  Th  einer  15 )  begründet:
1.  dadurch,  dass  Jo.  Andr.  in  seiner  Glossa  zum  Lib.  VI.  (zu
e.  cupientes  16.  de  elect.  I.  6.)  ununterbrochen  Garsias  citirt  und
ihn  vor  Jo.  Monachus  und  Guido  de  Baysio,  wenn  er  alle  drei  namentlich ­
  anführt,  nennt;
2.  dass  diese  Citate  genau  passen;
3.  dass  Jo.  Andr.  sonst  auf  Garsias  für  die  Constitutionen  Nicol. ­
  III.  in  seiner  Novella  nicht  oder  nur  hier  und  sonst  Rücksicht
nimmt,  wenn  er  eben  diese  const.  anführt.  Diese  Gründe  passen
allgemein.
2.  Der  Erlanger  Cod.  4ß4.

*•*)  Der  Legat  Simon  de  Brie  später  Martin  IV.  Da  dieser  am  22.  Febr.  1281.  Papst
wurde,  so  dürfte  dies  vorher  geschrieben  sein,  weil  sonst  derselbe  wohl  als
Papst  mitbezeichnet  worden  wäre.  Die  Sache  ist  olFenbar  sehr  interessant,  meines
Wissens  sonst  nirgends  erwähnt.
*4)  Vgl.  meine  Lehre  von  den  Quellen  S.  347.  N.  5.
15 j  I.  c.  pag.  76.  sq.  Das.  und  p.  74.  sind  die  übrigen  sich  auf  die  Breslauer  Codices
beziehenden  Daten  mitgetheilt.  Ich  hebe  noch  hervor,  dass  J  o.  A  ii  d  r.  auch  direct
von  der  Glossa  des  Garsias  redet  z.  B.  zu  c.  30.  de  elect.  v.  effectus.

Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LV.  Bd.  IV.  Hft.

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