Die Dekretiilen zwischen den Decretales Gregorii IX. etc.
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nus ftymoti 1S ) bone me. Cardinalis transiret parf’interrogatus ab episcopo
paduano, utrum const. ista intelligatur solomodo de clericis, cum
littera dicit, „clericos aliene parocbie“ vel etiam de non clericis, ut
per hoc extendamus eam ad primam tonsuram, respondit, quod papa
Gregorius X. de hoc interrogatus a quibusdam fratribus minoribus
dixit, se intelligere const. istam generaliter, videlicet quod episcopi
clericos aliene parocbie ordinäre non possint, nec alicui non clerico
primam tonsuram dare“.
Erwähnt sei noch, dass, wie bereits das angeführte Citat zu c.
avaritiae ergiebt, die Dekretalen Gregors IX. so citirt werden, als
bildeten sie mit den neuen ein Ganzes. Im c. statuimus de praeb.
heisst es nemlich: „Innoc. IIII. tarnen notat infra de conc. praeb. c.
quia diversitatem“ d. h. c. S. X. III. 8. Diese Citirart liefert aber
wieder den Beweis, dass die Arbeit vor den Liber sextus fällt 14 ).
VI. Von den späteren Dekretalen dieser Periode erscheint nur
noch eine mit einer besondern Glosse, nemlich die const. Cupientes
von Nicolaus III. Diese ist glossirt in folgenden Handschriften:
1. Cit. Breslauer Codices II. F. 30, II. F. 32. Die Glosse gehört Garsias
an. Dies hat Th einer 15 ) begründet:
1. dadurch, dass Jo. Andr. in seiner Glossa zum Lib. VI. (zu
e. cupientes 16. de elect. I. 6.) ununterbrochen Garsias citirt und
ihn vor Jo. Monachus und Guido de Baysio, wenn er alle drei namentlich
anführt, nennt;
2. dass diese Citate genau passen;
3. dass Jo. Andr. sonst auf Garsias für die Constitutionen Nicol.
III. in seiner Novella nicht oder nur hier und sonst Rücksicht
nimmt, wenn er eben diese const. anführt. Diese Gründe passen
allgemein.
2. Der Erlanger Cod. 4ß4.
*•*) Der Legat Simon de Brie später Martin IV. Da dieser am 22. Febr. 1281. Papst
wurde, so dürfte dies vorher geschrieben sein, weil sonst derselbe wohl als
Papst mitbezeichnet worden wäre. Die Sache ist olFenbar sehr interessant, meines
Wissens sonst nirgends erwähnt.
*4) Vgl. meine Lehre von den Quellen S. 347. N. 5.
15 j I. c. pag. 76. sq. Das. und p. 74. sind die übrigen sich auf die Breslauer Codices
beziehenden Daten mitgetheilt. Ich hebe noch hervor, dass J o. A ii d r. auch direct
von der Glossa des Garsias redet z. B. zu c. 30. de elect. v. effectus.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LV. Bd. IV. Hft.
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