Die chinesische Lehre von den regelmässigen Pulsen.
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Tscliung-king verabreichte einst einem Kranken eine Arznei,
ohne dies dem Arzte zu melden. Der Arzt unterliess es zu fragen,
welche Arzneimittel früher angewendet worden. Deshalb erfolgte
die Veröffentlichung dieses Abschnittes, durch den eine Warnung
ausgedrückt wird.
Als weitere Erklärung wird angeführt:
Tschitig-wu-ki sagt: Der Arzt hält das Verderbliche, dass der
Puls und die Zeichen zu den Arzneimitteln in Verbindung stehen,
dass aber im Gegentheil Veränderung und Verschiedenheit eintritt,
für wunderbar. Deswegen gibt man der Krankheit den Namen derjenigen
des grossen Yang.
Tschang-tschi-tsung sagt: In dem Pulse findet man das grosse
Yang, und Gestalt und Zeichen entsprechen einander. So ist bei
Krankheiten des grossen Yang der Puls schwimmend, das Haupt und
der Hals sind steif, der Schmerz ist schwer zu ertragen. Deswegen ist
hier bei dem Pulse ein gegenseitiges Entsprechen der Gestalt und
der Zeichen.
„Es sind einmal vor langer Zeit Arzneimittel angewendet worden,
sie äussern jetzt ihre Wirkung“. Man will sagen: Man schreitet zum
Absud als ob man Speise nähme. Um diese Zeit hat sich das hingeworfene
Arzneimittel noch nicht in den Geweben verbreitet, was
gewiss deswegen der Fall ist, weil in früherer Zeit Arzneimittel
angewendet wurden.