Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Die  chinesische  Lehre  von  den  regelmässigen  Pulsen.  597
Wenn  sie  einander  ziehen,  so  ist  Gleichmiissigkeit.  Deswegen  wird
gesagt:  Wenn  er  gähnt,  so  besteht  keine  Krankheit.
Zur  Zeit,  wo  man  den  Puls  fühlt,  hört  man  ein  Stöhnen,  einen
Laut,  der  die  Beschwerde  der  Krankheit  anzeigt.  Deswegen  wird
gesagt:  Stöhnt  er,  so  ist  er  krank.
Sind  die  Worte  zögernd,  so  ist  die  Sprache  schwerfällig  und
stockend.  Deswegen  wird  gesagt:  Sind  die  Worte  zögernd,  so  besteht ­
  ein  schlagflussähnliches  Leiden.
Beim  Sprechen  mit  Bewegung  des  Hauptes  hemmt  der  Schmerz
in  seiner  Gipfelung  das  Hervorbringen  des  Lautes.  Durch  die  Bewegung ­
  des  Hauptes  zeigt  man  in  Gedanken  die  Langsamkeit  an.  Deswegen ­
  wird  gesagt:  Spricht  er,  indem  er  das  Haupt  bewegt,  so  ist
die  innere  Seite  schmerzhaft.
Ist  der  Gang  zögernd,  so  besteht  eine  schlagflussähnliche  Krankheit, ­
  die  Sehnen  und  Fäden  sind  nicht  rührig.  Deswegen  wird  gesagt: ­
  Ist  sein  Gang  zögernd,  so  ist  die  äussere  Seite  stark.
Liegt  man  im  Sitzen  mit  dem  Angesicht  nach  unten,  so  ist
die  Luft  nicht  fähig  zusammenzutreffen.  Deswegen  wird  gesagt:
Liegt  er  im  Sitzen  mit  dem  Angesicht  nach  unten,  so  besteht
kurze  Luft.
Wo  Lendenschmerzen  vorhanden  sind,  ist  man  nicht  im  Stande
zu  sitzen.  Sitzt  man  dennoch,  so  kann  man  dies  nicht,  ohne  die
Füsse  auszustrecken  und  sich  anzulehnen.  Deswegen  wird  gesagt:
Streckt  er  im  Sitzen  einen  Fuss  nach  unten,  so  sind  die  Lenden
schmerzhaft.
Wo  Schmerzen  des  Herzens  vorhanden  sind,  krümmt  man  den
Rücken  und  erfasst  die  schmerzhafte  Stelle.  Deswegen  wird  gesagt:
Ist  die  innere  Seite  voll,  fasst  er  den  Bauch  als  ob  er  in  dem  Busen
Eier  träge,  so  besteht  Schmerzhaftigkeit  des  Herzens.
Als  weitere  Erklärung  wird  angeführt:
Fang-yeu-tschi  sagt:  Wenn  die  Zunge  stark  ist,  so  ist  die  Rede
zögernd.  Sind  die  Gewebe  und  Fäden  gezerrt  und  hastig,  so  ist  die
Zunge  stark.  Sind  die  Sehnen  gebunden,  so  sind  die  Gewebe  und
Fäden  festgehalten  und  hastig.
Die  Leber  gehört  zu  dem  Holze.  Sie  vereinigt  sich  mit  den
Sehnen,  sie  ist  dem  Winde  vorgesetzt.  Das  Haupt  gehört  zu  dem
Yang.  Die  innere  Seite  gehört  zu  dem  Yin.  Wenn  sich  das  Haupt
bewegt,  ist  das  Yin  mit  dem  Yang  nicht  im  Einklang.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.