Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Die  chinesische  Lehre  von  den  regelmässigen  Pulsen.  587
und  Niedersteigen  aufgehört.  Deswegen  wird  gesagt:  Hier  ist  immer
ein  unheilbarer  Zustand  und  ein  gewisser  Tod.
Hat  sich  das  Yin  und  Yang  bereits  getrennt  und  ist  die  Luft
des  Magens  noch  nicht  abgeschnitten,  so  kann  man  noch  immer  die
Zeit  des  verbleibenden  Lebensloses  berechnen.  Man  bestimmt  die
Frist  nach  Monaten,  und  es  erfolgt  die  Bewältigung.
Dies  ist  etwas  Ähnliches  wüe  die  Worte  des  Buches:  Wenn
das  Yin  überwindet,  so  ist  das  Yang  abgeschnitten.  Es  besteht
Fähigkeit  im  Sommer,  es  besteht  keine  Fähigkeit  im  Winter.  Wenn
das  Yang  überwindet,  so  ist  das  Yin  abgeschnitten.  Es  besteht
Fähigkeit  im  Winter,  es  besteht  keine  Fähigkeit  im  Sommer.  Die
Leber  stirbt  im  Herbst.  Das  Herz  stirbt  im  Winter.  Die  Milz  stirbt
im  Frühling.  Die  Lungen  sterben  im  Sommer.  Die  Nieren  sterben  im
langen  Sommer.
Man  legt  es  nach  Tagen  dar.  Nach  Jahreszeiten  verhält  es  sich
ebenfalls  so.
Der  nächste  Ausspruch  Tschung-king's  lautet:
Ferner  weiss  man  noch  nicht,  ob  das  Yin  oder  das  Yang  irgend
eines  Eingeweides  früher  abgeschnitten  worden.  Ist  die  Luft  des
Yang  früher  abgeschnitten  und  hat  sich  die  Luft  des  Yin  später
erschöpft,  so  ist  nach  dem  Tode  eines  solchen  Menschen  die  Farbe
seines  Leibes  gewiss  grün.  Ist  die  Luft  des  Yin  früher  abgeschnitten
und  hat  sich  die  Luft  des  Yang  später  erschöpft,  so  ist  nach  dem
Tode  eines  solchen  Menschen  sein  Leib  gewiss  roth,  die  Achselhöhlen
sind  warm,  die  Gegend  unter  dem  Herzen  ist  heiss.
Hierzu  die  folgende  Erklärung:
Das  Buch  sagt:  Der  Mensch  hat  einen  zweifachen  Tod,  aber  er
hat  kein  zweifaches  Leben.  „Er  hat  einen  zweifachen  Tod“  hat  die
Bedeutung:  sowehl  das  Yin  als  das  Yang  kann  sterben.  „Er  hat  kein
zweifaches  Leben“  hat  die  Bedeutung:  das  Yin  und  das  Yang  sind
nicht  im  Stande,  für  sich  allein  zu  leben.
Wenn  daher  das  Yang  zuerst  abgeschnitten  w'ird  und  das  Yin
später  sich  erschöpft,  so  ist  nach  dem  Tode  der  Leib  grün  und  kalt.
Wenn  das  Yin  zuerst  abgeschnitten  wird  und  das  Yang  später  sich
erschöpft,  so  ist  nach  dem  Tode  der  Leib  roth  und  warm.
Hierzu  die  weiteren  Erklärungen:
Tsching-wu-ki  sagt:  Das  Yang  ist  der  Hitze  vorgesetzt  und
seine  Farbe  ist  roth.  Das  Yin  ist  der  Kälte  vorgesetzt  und  seine
Sitib.  (1.  phil.-hist.  CI.  LV.  Bd.  111.  Hfl.  38
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.