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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

so  heisst  dies  mit  Namen:  das  Knüpfen  des  Yin.  Wenn  es  vierzehn
Tage  sind,  muss  es  zunehmen.
Hierzu  die  Erklärung:
In  dem  obigen  Abschnitte  wird  nach  der  Unbedeutendheit  und
Schwäche  des  Pulses  an  dem  Zoll  und  dem  Schuh  das  Unzureichende
des  Yin  und  Yang  beurtheilt.  In  diesem  Abschnitte  ist  die  Weise
enthalten,  nach  dem  Schwimmen  und  Versunkensein,  der  Kraft  des
Pulses  die  Wirklichkeit  des  Knüpfens  des  Yin  und  Yang,  das  Bestehen
von  Krankheit  zu  unterscheiden.
Ist  der  Puls  schwimmend,  gross  und  häufig,  ist  er  dicht  gleich
dem  Dache  eines  Wagens,  so  ist  dies  der  Puls  der  Wirklichkeit  des
Knüpfens  des  Yang.
Ist  der  Puls  versunken,  steinartig  und  zögernd,  ist  er  fortgesetzt,
als  ob  er  sich  um  eine  lange  Stange  drehte,  so  ist  dies  der  Puls  der
Wirklichkeit  des  Knüpfens  des  Yin.
Kann  man  einmal  durch  den  Puls  die  Wirklichkeit  des  Knüpfens
des  Yin  und  Yang  unterscheiden,  so  kann  man  auch  nicht  anders
als  zu  den  Zeichen  des  Knüpfens  des  Yin,  des  Knüpfens  des  Yang
die  Pulse  des  Knüpfens  des  Yin,  des  Knüpfens  des  Yang  gesellen  und
sie  betrachten,  indess  sie  sich  gegenseitig  mengen.
Bei  den  Zeichen  des  Knüpfens  des  Yang  ist  der  Leib  leicht,  es
besteht  die  Fähigkeit,  Speise  zu  nehmen,  das  Yang  ist  im  Stande,
die  Kornfruelit  zu  verdauen.  Indem  kein  Stuhlgang  ist  und,  wenn  es
siebenzehn  Tage  sind,  es  zunehmen  muss,  ist  der  Stoff  des  Yang
zuletzt  versengt.  Deswegen  ist  es  um  drei  Tage  später.
Bei  den  Zeichen  des  Knüpfens  des  Yin  ist  der  Leib  schwer,
es  besteht  keine  Fähigkeit,  Speise  zu  nehmen,  das  Yin  ist  nicht  im
Stande,  die  Kornfruelit  zu  verdauen.  Indem  kein  Stuhlgang  ist  und,
wenn  es  vierzehn  Tage  sind,  es  zunehmen  muss,  ist  der  Stoff  des
Yin  zuletzt  weich.  Deswegen  ist  es  um  drei  Tage  früher.
„Zunehmen“  hat  die  Bedeutung:  Es  ist  kein  Stuhlgang,  in  den
inneren  Theilen  ist  Drängen,  in  den  unteren  Theilen  Schwere,  es  besteht
sbwohl  Vollsein  als  Schmerzhaftigkeit.  Man  kann  hier  nicht  mehr  die
Zeit  und  die  Tage  abwarten,  und  man  muss  bei  Zeiten  Rath  schaffen.
Deswegen  befeuchtet  man  in  einigen  Fällen  die  Öffnungen  und  führt
zurecht.  Man  erweicht  die  Härte  und  führt  nach  unten  ab.  Beachtet
man  nicht  die  Zeit,  so  ist  der  versengte  Koth  gross  und  fest,  er  kann
auf  dem  Wege  der  Kornfrucht  nicht  austreten,  er  bedrängt  und  quält
            
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