582
P f i z m a i e r
so heisst dies mit Namen: das Knüpfen des Yin. Wenn es vierzehn
Tage sind, muss es zunehmen.
Hierzu die Erklärung:
In dem obigen Abschnitte wird nach der Unbedeutendheit und
Schwäche des Pulses an dem Zoll und dem Schuh das Unzureichende
des Yin und Yang beurtheilt. In diesem Abschnitte ist die Weise
enthalten, nach dem Schwimmen und Versunkensein, der Kraft des
Pulses die Wirklichkeit des Knüpfens des Yin und Yang, das Bestehen
von Krankheit zu unterscheiden.
Ist der Puls schwimmend, gross und häufig, ist er dicht gleich
dem Dache eines Wagens, so ist dies der Puls der Wirklichkeit des
Knüpfens des Yang.
Ist der Puls versunken, steinartig und zögernd, ist er fortgesetzt,
als ob er sich um eine lange Stange drehte, so ist dies der Puls der
Wirklichkeit des Knüpfens des Yin.
Kann man einmal durch den Puls die Wirklichkeit des Knüpfens
des Yin und Yang unterscheiden, so kann man auch nicht anders
als zu den Zeichen des Knüpfens des Yin, des Knüpfens des Yang
die Pulse des Knüpfens des Yin, des Knüpfens des Yang gesellen und
sie betrachten, indess sie sich gegenseitig mengen.
Bei den Zeichen des Knüpfens des Yang ist der Leib leicht, es
besteht die Fähigkeit, Speise zu nehmen, das Yang ist im Stande,
die Kornfruelit zu verdauen. Indem kein Stuhlgang ist und, wenn es
siebenzehn Tage sind, es zunehmen muss, ist der Stoff des Yang
zuletzt versengt. Deswegen ist es um drei Tage später.
Bei den Zeichen des Knüpfens des Yin ist der Leib schwer,
es besteht keine Fähigkeit, Speise zu nehmen, das Yin ist nicht im
Stande, die Kornfruelit zu verdauen. Indem kein Stuhlgang ist und,
wenn es vierzehn Tage sind, es zunehmen muss, ist der Stoff des
Yin zuletzt weich. Deswegen ist es um drei Tage früher.
„Zunehmen“ hat die Bedeutung: Es ist kein Stuhlgang, in den
inneren Theilen ist Drängen, in den unteren Theilen Schwere, es besteht
sbwohl Vollsein als Schmerzhaftigkeit. Man kann hier nicht mehr die
Zeit und die Tage abwarten, und man muss bei Zeiten Rath schaffen.
Deswegen befeuchtet man in einigen Fällen die Öffnungen und führt
zurecht. Man erweicht die Härte und führt nach unten ab. Beachtet
man nicht die Zeit, so ist der versengte Koth gross und fest, er kann
auf dem Wege der Kornfrucht nicht austreten, er bedrängt und quält