Aristotelische Studien.
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mal beobachten. Um zu erweisen, dass die ethische Tugend und ihr
Gegentheil davon ahhängt, welche Lust und welchen Schmerz der
Mensch begehrt oder meidet (uvuyxri orj fuOlov zd rjSog xui gttovouTov
zivui zu diuxeiv xui ipsOyztv rjdovug xui ’kvnug'), schreibt der
Verfasser der Eudemien: dfilov di zovzo ix rcov diutpiGSUv züv nspi
zu KckSri xui zag duvup.eig xui rag s^sig-ui p.iv yup dvvup.sig xui
ui einzig züv tc u Sv p. u z co v, zu di nuSrj XOtzyi xcä rjoovri diüpiGZca
Eth. Eud. ß 4. 1221 b 36. Und im folgenden Buche bei der Besprechung
solcher psaözrizzg, die zwar lobenswerth, aber doch
nicht Tugenden sind, heisst es: zuvzu di tzuvz’ iaziv sv zuTg züv
•t uSy p.uz uv diuipio&Giv • zxuazov yup uvzüv nuäog zi zgziv Eth.
Eud. 7 7. 1234 ci 26; nicht allein in diesen Worten selbst wechselt
in gleichem Sinne naS-bpaza und nuSrog, sondern in der Stelle, auf
welche als auf die diuipiGug z6Ov TruSvpuzuv hier zurückgewiesen
wird ß 3. 1221 a 13, steht nicht ixuSrip.uzu, sondern zu piv xdJjri
zuvzu xui zoiuvzu Gvp.ßuivsi zuTg \pvy_utg. — Die allen Menschen
gemeinsamen Affecte, welche wir Bliet. Alex. 8. 1429 a 7 xoivä züv
ävSpünuv jzä$r, benannt fanden, heissen xoivä KuS-opuzu Eth.
Eud. 7 1. 1228 b 36 ot Äov&svsTg xui osdoi xui bno züv xoivüv tcu-Srjpuzuiv
KUG-fcvai zi. — Die Tugend, welche in der Ethik als
die richtige Haltung gegenüber den kuS-q defmirt wird, heisst in
der Metaphysik d 14. 1020 b 19 n u3"o puz uv zi pipog, und zwar
wird unmittelbar voraus ohne Unterschied b 17 nuBog gesetzt. —
In der unterscheidenden Verbindung von f,.dog und ndLSog, für die
vorher ein Beispiel Poet. 1. 1447 a 28 angeführt wurde und sich
überdies noch der häufige Gegensatz von r ; 3ixöj und nuStvzixog anwenden
lässt, finden wir r.üzir, durch nuSripuzu ersetzt in der
(freilich aus anderen Gründen kritisch bedenklichen) Stelle der
Rhetorik ß 22. 1396 b 33 xui nzpi züv -nSüv xui n uSy p dz uv xui
zigzuv üauvzug dlvppivoi rjp.iv i>KupyovGi 7:p6zspov ot zönoi. — Wie
ijfiv xuzü nuSog den Gegensatz bildet zu £v}v xuzu loyov, so wird
reuSripuGiv vn-npszsTv dem \6yov uigSuvsgSui entgegengestellt
Pol. a 5. 1254 b 24. Es verschwindet daher jede Berechtigung, in
den vielbesprochenen Worten der Poetik ntpuivovGU z'nv rwv rotoüwelche
für diese Frage gleichgiltig sind. Ich glaube also diese Conjeeturen,
deren keine ich als nothwendig, manche nicht einmal als zulässig
anerkennen kann, übergehen zu dürfen.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LV. Bd. 1. Hft.
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