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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Aristotelische  Studien.

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mal  beobachten.  Um  zu  erweisen,  dass  die  ethische  Tugend  und  ihr
Gegentheil  davon  ahhängt,  welche  Lust  und  welchen  Schmerz  der
Mensch  begehrt  oder  meidet  (uvuyxri  orj  fuOlov  zd  rjSog  xui  gttovouTov
  zivui  zu  diuxeiv  xui  ipsOyztv  rjdovug  xui  ’kvnug'),  schreibt  der
Verfasser  der  Eudemien:  dfilov  di  zovzo  ix  rcov  diutpiGSUv  züv  nspi
zu  KckSri  xui  zag  duvup.eig  xui  rag  s^sig-ui  p.iv  yup  dvvup.sig  xui
ui  einzig  züv  tc  u  Sv  p.  u  z  co  v,  zu  di  nuSrj  XOtzyi  xcä  rjoovri  diüpiGZca
Eth.  Eud.  ß  4.  1221  b  36.  Und  im  folgenden  Buche  bei  der  Besprechung ­
  solcher  psaözrizzg,  die  zwar  lobenswerth,  aber  doch
nicht  Tugenden  sind,  heisst  es:  zuvzu  di  tzuvz’  iaziv  sv  zuTg  züv
•t  uSy  p.uz  uv  diuipio&Giv  •  zxuazov  yup  uvzüv  nuäog  zi  zgziv  Eth.
Eud.  7  7.  1234  ci  26;  nicht  allein  in  diesen  Worten  selbst  wechselt
in  gleichem  Sinne  naS-bpaza  und  nuSrog,  sondern  in  der  Stelle,  auf
welche  als  auf  die  diuipiGug  z6Ov  TruSvpuzuv  hier  zurückgewiesen
wird  ß  3.  1221  a  13,  steht  nicht  ixuSrip.uzu,  sondern  zu  piv  xdJjri
zuvzu  xui  zoiuvzu  Gvp.ßuivsi  zuTg  \pvy_utg.  —  Die  allen  Menschen
gemeinsamen  Affecte,  welche  wir  Bliet.  Alex.  8.  1429  a  7  xoivä  züv
ävSpünuv  jzä$r,  benannt  fanden,  heissen  xoivä  KuS-opuzu  Eth.
Eud.  7  1.  1228  b  36  ot  Äov&svsTg  xui  osdoi  xui  bno  züv  xoivüv  tcu-Srjpuzuiv
  KUG-fcvai  zi.  —  Die  Tugend,  welche  in  der  Ethik  als
die  richtige  Haltung  gegenüber  den  kuS-q  defmirt  wird,  heisst  in
der  Metaphysik  d  14.  1020  b  19  n  u3"o  puz  uv  zi  pipog,  und  zwar
wird  unmittelbar  voraus  ohne  Unterschied  b  17  nuBog  gesetzt.  —
In  der  unterscheidenden  Verbindung  von  f,.dog  und  ndLSog,  für  die
vorher  ein  Beispiel  Poet.  1.  1447  a  28  angeführt  wurde  und  sich
überdies  noch  der  häufige  Gegensatz  von  r ; 3ixöj  und  nuStvzixog  anwenden ­
  lässt,  finden  wir  r.üzir,  durch  nuSripuzu  ersetzt  in  der
(freilich  aus  anderen  Gründen  kritisch  bedenklichen)  Stelle  der
Rhetorik  ß  22.  1396  b  33  xui  nzpi  züv  -nSüv  xui  n  uSy  p  dz  uv  xui
zigzuv  üauvzug  dlvppivoi  rjp.iv  i>KupyovGi  7:p6zspov  ot  zönoi.  —  Wie
ijfiv  xuzü  nuSog  den  Gegensatz  bildet  zu  £v}v  xuzu  loyov,  so  wird
reuSripuGiv  vn-npszsTv  dem  \6yov  uigSuvsgSui  entgegengestellt
Pol.  a  5.  1254  b  24.  Es  verschwindet  daher  jede  Berechtigung,  in
den  vielbesprochenen  Worten  der  Poetik  ntpuivovGU  z'nv  rwv  rotoüwelche

  für  diese  Frage  gleichgiltig  sind.  Ich  glaube  also  diese  Conjeeturen,
  deren  keine  ich  als  nothwendig,  manche  nicht  einmal  als  zulässig
anerkennen  kann,  übergehen  zu  dürfen.
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LV.  Bd.  1.  Hft.

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