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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Die  Dichtungen  Heinrichs  von  Mügeln  (Mogelin).

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abspiegelt  *).  In  der  Bearbeitung  V1I B  besingt  er  in  sieben  Strophen ­
  in  folgender  Ordnung  stieben  Künste:  1.  grammatica,  2.  logica,
3.  rhetorica,  4.  arithmetika,  o.  georaetria,  6.  musica,  7.  astronomia.—
  In  der  meide  cranz  treten  die  Künste  und  Wissenschaften  als
12  meide  auf,  es  erweitert  sich  demnach  der  Gesichtskreis  und  zwar,
indem  er  den  in  der  ersten  Dichtung  (YII B )  genannten  sieben  Künsten ­
  die  philosophia  voranstellt.  Die  darauf  folgende  Ordnung  der  sieben ­
  ist  genau  dieselbe  wie  in  VIF.  Nach  der  siebenten,  nun  achten
(durch  Voranstellung  der  Philosophie),  folgt  9.  physica,  10.  aleliimia,
11.  metaphisica,  12.  theologia.  —  Die  Bearbeitung  VIF  endlich,  mit
der  wir  hier  zunächst  zu  tliun  haben,  kennt  schon  15  Künste,  und
zwar,  zuerst  die  sieben  der  Bearbeitung  VIF  ,  ohne  Voranstellung  der
Philosophie.  Nach  der  7.  astronomia,  folgt  8.  aleliimia,  9.  philosophia,
10.  medicina,  11.  physica,  12.  theologia,  13.  nekromantia,  14.  pyromantia,
  15.  eromantia.  Diese  drei  Darstellungen  dürften  auch  der
Zeit  nach  in  der  Reihenfolge  entstanden  sein.  Zuerst  septem  artes
(VIF),  dann  der  meide  cranz  (XVII,  Vers  50  bis  Vers  650),  zuletzt
von  allen  frien  kunsten  (VIF).  Dafür  spricht  ausser  der  Erweiterung
des  Gesichtskreises,  die  in  dieser  Reihenfolge  sich  darstellt,  auch
unter  anderm  der  Umstand,  dass  Heinrich  in  VIF  1.  die  acht  partes
orationis  noch  nicht  auf  das  glücklichste  deutsch  zu  nennen  weiss  a );
in  XVII  nennt  er  vier  deutsch:  nam  (nomen),  vornan!  (pronomen),
wort  (verbum),  züwort  (adverbium);  vier  lateinisch:  participium,
conjunctio,  praepositio,  interjectio;  in  VIF  gelingt  es  ihm  alle  acht
Redetheile  deutsch  und  deutlich  zu  benennen:  nam  (nomen),  vornam
(pronomen),  wort  (verbum),  züwort  (adverbum),  teilfonc  (participium),
züfüg  (conjunctio),  Vorsatz  (praepositio),  inworf  (interjectio).  Zum
Theil  geht  er  auf  die  alten  Benennungen  zurück,  aber  die  einfachen,
gutgebildeten:  vornam,  inworf  sind  hier  neu  und  von  dorchfüg,  underslac,
  understant  und  voltät  ist  keine  Rede  mehr.

i )  Siehe  darüber  oben  S.  4o6  die  Anmerkung-  2.
S J  Die  Stelle  ist  dunkel.  Er  zählt  8  Redetheile,  hat  aber  mehr  als  8  Namen  dafür,  die
zum  Theil  sehr  ungeschickt  gebildet  sind:  name,  wort,  teilfanc,  dorchfüg’,  Vorsatz, ­
  underslac,  understant,  züfüg,  voltät,  züwort.  Man  sieht  dass  er  nach  Ausdrücken ­
  sucht.
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LV.  Bd.  II.  Hft.

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