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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

474

S  c  li  r  ö  e  r

67.  Diz  büch  heizt  der  tum.  Diese  Strophe  ist  roth  überschrieben ­
  :  der  tkum.  Dazu  verglichen  wir  schon  oben
die  allgemeine  Überschrift  dieser  Strophenreihe  in  der
Kolm.  Hs.  Bartsch  S.  61:  nu  fallet  an  der  hört  in  disem
tone  und  heisset:  unser  lieben  frauwen  thuome  s.  oben
S.  471.
68.  Von  der  gedichtet  hi.
69.  Dich  zung  vollobet  nicht.
70.  Were  aller  kunste  zins.
71.  0  meit,  des  nim  vor  gut.
72.  In  glas  der  güte  sich.

VII.  A  >)•  Von  allen  frien  kunsten.
lä  Strophen  Gott.  Hs.  BI.  181  —183.
Bl.  181.  Von  allen  frien  kunsten  in  dem  (kurzen)  hofedöne,  da
di  bibele  inne  begriffen  ist.
Heinrich  von  Mügeln  hat  diesen  Gegenstand  wiederholt  bearbeitet. ­
  Die  Heidelberger  Hs.  693  enthält  zwei  Bearbeitungen  desselben. ­
  Die  Gegenwärtige  in  sinem  kurzen  döne  (der  in  der  Gött.  Hs.
oben  sein  hofedön  heisst;  siehe  darüber  Bartsch  S.  180)  stellt  die
Heidelberger  Hs.  ganz  voran  Bl.  1—3\  Die  zweite,  die  in  der  Göttinger ­
  Hs.  fehlt,  steht  daselbst  unter  der  Überschrift:  Septem  artes,
Bl.  12  und  ist  in  sinem  langen  döne  abgefasst.  Ich  bezeichne  sie  VII 3  .
Eine  dritte  Behandlung  desselben  Gegenstandes  (und  zwar  die
ausführlichste)  ist  in  der  meide  cranz  enthalten,  wo  einer  jeden
Kunst  (deren  liier  nicht  sieben,  sondern  12,  sowie  in  der  Bearbeitung ­
  VII A  13  sind)  30  Verse  gewidmet  sind.  Dieser  Umstand  erleichtert ­
  das  Eindringen  in  die  Dunkelheiten  der  Sprache  Heinrichs  (die
gerade  dort,  wo  er  gelehrt  auftritt,  oft  undurchdringlich  sind)  bei
diesen  Stücken,  die  nicht  uninteressant  sind.  Man  liest  nicht  ungern
diese  Verse,  aus  denen  wir  in  kurzer  Übersicht  einen  Begriff
bekommen,  von  der  Art,  wie  sieh  das  Gesammtgebiet  menschlichen
Wissens  im  Geiste  eines  kaiserlichen  Ratlies  des  14.  Jahrhunderts

*)  Die  Strophenanfsinge  von  VII B  s.  unten  S.  495:  die  Heid.  Hs.  693  BI.  12.
            
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