Die Dichtungen Heinrichs von Mügeln (Mogelin).
463
Da König Johann in der Schlacht bei Crecy 26. August 1346
fiel, so müste diese Strophe früher gedichtet sein. Das dem ungestümen
abenteuerlichen Könige hier gespendete Lob erscheint aber
so unpassend, dass man geneigt sein könnte das Ganze so zu deuten
dass es auf Karl IV. bezogen wird: der milde siime quam gerannen
üz konic Jöhans herzen (?). Dann erklärte sich auch der Zusammenhang
mit der dritten Strophe in der schon Karl IV. als Kaiser
besungen wird.
3.
Bl. 150. i Des koniges lop von Rom’ wirt nimer uberricht,
waz meister kunst üz pinsel lobes varwe stricht:
unrecht gewalt sin frede hat gebunden. [gl. e. J.)
Sins louwen müt geliche ist er Jonatas (Hs. s. 1. m. ist
5 und Judas Machabeus der der beste was,
wi si in tat war ritters orden funden.
Kusch reine milde sam Noe,
dem got der werlde frede hat geswaren,
geloubic sam er Josue,
io durch den die sunne loufen muste sparen.
In wärer gotes lihe er ist
alsam was herr Davit in sinem riebe, (Hs. sam er D. s. r.)
untrüwe brach er ir genist,
sin wisheit ich er Salomän geliche;
geistlich sam herre Jösuas ist er zu allen stunden,
demütic sam er Möises
und Manasses:
in keiser Karlen herze (da) sind alle togende funden.
4. i Der virile keiser Karle was der wäre berc,
der kirchen schiff mast segel und daz ganze werc.
Des got sin hlüt rieh ere wirde tage (: clage)
über alle dütsehe forsten wit gebreitet hat.
ü der keiser Gaius für nicht dazselbe phat etc.
Von hier ah folgen Kaiser aus der älteren Geschichte.
5. Welch forste Domitianus dem echter glicht.
6. Der selie ist den fremder schade sicher macht.
Bl. 151.7. Ir keiser, konige, forsten, gräven (al. herren) daz betracht.
Heid. Hs. 693. Bl. 16. Wilt. Hs. Z. S. 17.
Erwiihnenswerth ist der Schluss dieser Strophe, wegen