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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

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S  c  h  r  ö  e  r

1319:  Mogelyn  I.  Band  Seite  303.
1322:  Mogelin  „  „  312.
1322:  Mogelin  „  „  314.
1328:  Mogelin  „  „  325.
1328:  Mogelin  „  „  327.
1333:  Mogelin  „  „  336.
1334:  Mvgelin  „  „  338.
1335:  Mogelin  „  „  340.
1350:  Mogelin  „  „  377.
1361:  Mugelines  masez  II.  Band  Seite  44.
1369:  Mogelin  II.  Band  Seite  103.

1371:  Mogelin
1373:  Mogelin
1411:  Mogelen
1411:  Mogelin
1414:  Mogelin
1414:  Mogelin
1414:  Mogelin

„  118.
„  141.
„  363.
„  369.
*  405.
,,  406.
*  408.

Unter  23  Fallen  demnach  20mal  die  Form  Mogelin  (davon  einmal  Mogelen), ­
  zweimal  die  Form  Mugelin  Mvgelin,  einmal  Mugelin,  aber  in  einer  Urkunde, ­
  die  auch  Nuwenburg  schreibt,  indem  die  Mundart  Nüenburg  verlangt.
Die  Form  Müglin  kömmt  demnach  gar  nicht,  die  Form  Mugelin  (oder  Mugelin?) ­
  einmal  ausnahmsweise  in  einem  zweifelhaften  Falle  vor;  die  Form  Mugelin ­
  sehr  selten  und  die  gewöhnliche  Schreibung  war  Mogelin,  zu  sprechen
Mögelin.  Es  ist  nichts  dagegen  einzuwenden,  wenn  man  unsern  Dichter  in  neuhochdeutscher ­
  Rede  nach  der  jetzigen  Form  des  Namens  seiner  Vaterstadt  Heinrich ­
  von  Mügeln  nennt,  so  wie  man  auch  Konrad  von  Würzburg,  Heinrich  von
Freiberg  sagt  und  schreibt;  soll  aber  die  alte  Form  gelten,  wie  sie  in  seiner
Zeit  und  Heimat  geklungen  hat,  so  ist  er  zu  nennen  von  Mogelin.
2.  Heinrich  des  Kaisers  Rath.  Der  Kaiser  fragt  in  der  meide  cranz  unsern
Dichter  (vonMogelin  Heinrich  waz  dunket  dich  gesin?  s.  Annierk.  1.)  welche  von
den  meiden  den  Preis  verdiene.  Da  der  Dichter  die  Antwort  ablehnt,  sagt  der
Kaiser:
Vers  721  f:  sint  daz  min  rät
mir  rätis  stür  versagit  hat,
so  müz  ich  nach  dem  besten  sin
daz  orteil  selber  teilen  hin.

3.  Lehensumstände  und  Wirksamkeit  Heinrichs.  Von  den  Lebensumständen
des  Dichters  ist  nur  soviel  bekannt  als  aus  seinen  Schriften  selbst  zu  entnehmen ­
  ist.  Wie  wir  sahen,  schreibt  er  sich  von  der  meissnischen  Stadt  Mügeln.  Er
kam  noch  zu  König  Johanns  (-j-  1346)  Zeiten  nach  Prag.  Die  auf  ihn  Bezug
habenden  Stellenseiner  Strophen  vonder  herschaft  der  erden  sind  etwas  dunkel,
ich  habe  sie  unten  Seite  461  f  mitgetheilt.  Des  Kaisers  Karl  IV.  und  seiner  Milde
gedenkt  er  wiederholt.  Dass  er  in  der  meide  cranz  als  dessen  Rat  erscheint
            
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