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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Die  Dichtungen  Heinrichs  von  Mügeln  (Mogelin).

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Gedichte,  die  nicht  von  Heinrich  sind,  habe  ich  hei  Beschreihung
der  Handschriften  angeführt  S.  497  Heid.  Hs.  693  (das  ABC  von
132t)  und  das  Gedicht  yon  der  Weissagung  der  Sibille,  dessen
Vorkommen  auch  in  dieser  Handschrift,  meines  Wissens,  bisher  nicht
bemerkt  war.  Uber  die  Abfassungszeit  desselben  ergab  sich  eine
Bemerkung  S.  498.
Einige  Hymnen  wurden  verzeichnet,  weil  ihr  Vorkommen  in
diesen  Handschriften  mir  gleichfalls  noch  nicht  bekannt  schien.
Den  wärmsten  Dank  für  freundliche  Förderung  durch  Übermittlung ­
  von  Handschriften  und  Büchern  habe  ich  auszusprechen
den  Herren  Direetor  Dr.  Diemer  hier,  Bibliothekar  D.  B.  Köhler  in
Weimar,  Prof.  W.  Müller  in  Göttingen,  Bibliothekar  Fried.  Pfeiffer  in
Breslau,  Prof.  Riickert  daselbst,  Hofrath  Schöll  in  Weimar  und  dem
k.  Rath  Dr.  Stromeyer  in  Göttingen,  besonders  aber  Herrn  Prof.
Pfeiffer  hier  in  Wien.

Anmerkungen  zum  Vorwort.
1.  Der  Name  des  Dichters.  In  der  Widmung  seiner  Übersetzung  des  Valerius ­
  Maximus  an  ’Hertnit  von  Petou  in  Stirlant  gesezzen  bi  der  Trä'  nennt  sicli
unser  Dichter  ’ich  Heinrich  von  Mogelin  gesezzen  bi  der  Elbe  in  dem  lande
zu  Missin  (al.  Mtsne)',  woraus  deutlich  ist,  dass  der  Ort,  von  dem  er  sich
schreibt,  die  Stadt  Mügeln  im  Meissnischen  ist.  Wie  Heinrich  den  Namen  seiner
Heimat  schrieb,  ist  aus  den,  ohne  Ausnahme  spätem,  Handschriften  seiner
Werke  nicht  mehr  zu  erkennen.  Nur  die  Endsilbe  verbürgt  uns  der  Reim
Vers  703  in  der  meide  cranz:
der  keiser  sprach:  von  Mogelin
Heinrich,  waz  dunket  dich  gesin,
welch  under  in  habe  di  wirdikeit?
Die  Breslauer  Handschrift  der  ungr.  Chronik  hat  Mogeley,  die  Gott.  Hs.
Mogelin,  andere  Hss.  Mügelin,  Miiglin,  die  Meistersinger:  Mügling  u.  dgl.
Sichere  Auskunft  können  wir  daher  nur  aus  den  gleichzeitigen  Urkunden  des
Meissnerlandes  erhalten.
Das  Urkundenbuch  des  Hochslifts  Meissen  herausgegeben  von  E.  G.  Gersdorf.
  Leipzig  1864  ergibt  vom  Jahre  1305  bis  1414  —  die  schriftstellerische
Thütigkeit  Heinrichs  fällt  etwa  in  die  Zeit  von  1346  bis  1371  —  die  folgenden
Formen  dieses  Namens:
1305:  Mogelin  I.  Band  Seite  267.
1307:  Mogelin  (zweimal)  I.Band  Seite  271.
1313:  Mogelin  I.  Band  Seite  283.
1319:  Mügelyn  „  „  303.
            
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