Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Die  Dichtungen  Heinrichs  von  Mügeln  (Mogelin).

453

artes  (s.  unten  Seite  474  f).  Die  Kolmarer  Hs.  hat  schon  eine  ziemliche ­
  Anzahl  von  Strophen  (s.  unten  S.  499),*)  die  der  Gott.  Hs.
fehlen,  die  Wiltener  hat  deren  (s.  S.  500)  gegen  80.  *)  Daraus
schliesse  ich,  dass  die  Sammlung,  wie  sie  in  der  Giitt.  Hs.  enthalten ­
  ist,  während  Mogelins  Amtswirksamkeit  in  Prag  (1346—1358),
wo  er  kaiserlicher  Rath  war  (als  das  führt  er  sich  wenigstens  in  der
meide  cranz  seihst  auf 2 ),  entstund,  und  von  da  aus  im  mittleren  und
nördlichen  Deutschland  bekannt  wurde,  während  seine,  etwa  am
Hofe  Rudolfs  IV.  von  Österreich  (1358—65)  oder  Hertnits  von  Petau
in  Steiermark,  wo  wir  ihn  bis  1371  thätig  finden  3 ),  entstandenen
späteren  Gedichte,  gar  nicht  mehr  im  mittleren  und  nördlichen
Deutschland  verbreitet  wurden.
Diese  hervorragende  Sammlung  nun  stelle  ich  voran,  indem  ich
die  Überschriften  und  Strophenanfänge  derselben  beziffere  und  mittheile, ­
  dabei  zugleich  das  Vorkommen  der  nämlichen  Strophen  in  anderen ­
  Hs.  gleich  hier  anmerke.  4 )
2.  Die  zweite  Hs.,  die  Gedichte  Heinrichs  enthält,  ist  die
Heidelberger  Papierhs.  693,  14.  Jahrh.,  Bl.  41.  4.  Siehe  Wilken,
Seite  521—523.  Obwohl  der  Name  Heinrichs  in  dieser  Hs.  nicht
genannt  ist,  so  hat  ihn  Gervinus  II 3 ,  155  doch  richtig  erkannt.  Ich
gebe  den  Inhalt  dieser  Hs.,  die  auch  einige  Gedichte  von  andern  Verfassern ­
  enthält,  ausführlich,  mit  Verweisung  der  Strophen  Heinrichs
auf  die  Ziffer,  unter  der  sie  in  der  Inhaltsangabe  der  Göttinger  Hs.  zu
finden  sind.
3.  Die  dritte  Hs.,  ebenfalls  zu  Heidelberg  356,  siehe  Wilken,
Seite  437  (auf  der  Decke  steht  mit  Tinte  die  Jahreszahl  1433),  enthält, ­
  ausser  der  goldenen  Schmiede  Konrads  von  Wiirzhurg,  dem
Lobgedicht  auf  Maria  von  Konrad  Harder  und  mehreren  Hymnen,  die
Strophenreihen,  die  in  der  Göttinger  Hs.  1:  zu  lobe  unser  frouwen
(VI)  und  2.  von  der  schände  der  natüre  (VIII)  überschrieben  sind,
S.  darüber  in  der  Inhaltsangabe  der  Göttinger  Hs.  unter  VI  und  VIII.
4.  Die  vierte  ist  die  Heidelberger  Pergamenths.  14  von  1407;
siehe  Wilken  Seite  309—313.  Sie  enthält  das  Gedicht  Heinrichs
von  Mügeln:  der  meide  cranz,  bis  auf  wenige  Zeilen,  vollständig,
und  zwar  mit  Abbildungen,  die  bei  Wilken  a.  a.  0.  besprochen  sind.

*)  Wovon  wohl  nicht  alles  echt  sein  wird.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.