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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

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Sehr  6er

nur  die  erste  Zeile  der  ersten  Strophe  mittheilte.  *)  Die  übrigen  Hss.,
so  viel  deren  bekannt  sind,  habe  ich  vollständig  abgeschrieben  oder
verglichen,  sowie  in  dem  Folgenden  die  enthaltenen  Strophenanfänge ­
  verzeichnet.
Diese  Handschriften  sind:
1.  Die  Göttinger  Hs.  21  vom  Jahre  1463.
Diese  Papierhandschrift  in  Folio  enthält,  ausser  dem  Werke  von
Johannes  Molitor  von  der  Haussorge  (Bl.  1  —143),  eine  Sammlung
der  Gedichte  Heinrichs  von  Mügeln,  unter  allgemeinen  Überschriften, ­
  nach  den  Tönen  geordnet  (von  Bl.  144  bis  ans  Ende,  Bl.  274;
demnach  130  Folioblätter  oder  260  Folioseiten).  Sie  ist  bereits  bekannt ­
  durch  die  verdienstvolle  kleine  Schrift  W.  Müllers:  Fabeln  und
Minnelieder  von  Heinrich  von  Müglin  (Göttingen  1848).
Diese  vollständigste  Sammlung  der  Gedichte  Heinrichs  dürfte
auf  eine  von  ihm  selbst  veranstaltete  Zusammenstellung  zurückzuführen ­
  sein.  Abgesehen  davon,  dass  ein  zweiter  nicht  leicht  das  Interesse ­
  hat,  sich  daraufzu  verlegen,  die  verschiedenartigen,  zusammenhanglosen ­
  Sprüche  Eines  Verfassers  so  sorgfältig'nach  Tönen  zu
ordnen,  die  mehr  singbaren  Stücke  an  den  Schluss  zu  stellen  und
das  Ganze  mit  dem  längeren  Gedichte  der  meide  cranz  abzuschliessen,
  so  sprechen  dafür  auch  die  prosaischen  Überschriften,  die
lebhaft  an  Heinrichs  Schreibart,  die  wir  aus  seinen  prosaischen
Schriften  kennen,  erinnern,  auch  unter  Voranstellung  seines  Namens
(daz  sint  di  getickte  meist  er  Heinrichs  Mogelin)  immer  wieder  auf
den  meister  hinweisen.  Es  ist  nicht  unwahrscheinlich  dass  diese
Sammlung,  die  mit  einer  dem  Kaiser  Karl  IV.  dargebrachten  Huldigung ­
  (das  ist  die  Dichtung  der  meide  cranz)  schliesst,  eben  eine,
vielleicht  für  den  Kaiser  veranstaltete  Sammlung  aller  seiner  bis
dahin  verfassten  Gedichte  enthält,  da  die  in  dieser  Sammlung  nicht
enthaltenen  Gedichte  einer  späteren  Lebenszeit  des  Dichters,  wie  es
scheint,  ihre  Entstehung  verdanken.  Die  nachfolgend  zu  nennenden
Handschriften,  die  von  Abschreibern  herrühren  aus  dem  mittleren
und  nördlichen  Deutschland,  enthalten  nichts  was  in  der  Gött.  Hs.
nicht  auch  enthalten  wäre**),  mit  Ausnahme  der  Dichtung  Septem

*)  Von  Strophenanfängen  solcher  Stücke,  die  den  bekannten  Hss.  fehlen,  entgehen  mir
dadurch  etwa  48.
**)  D.  h.  natürlich  von  unserem  Heinrieh  nichts.
            
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