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Sehr 6er
nur die erste Zeile der ersten Strophe mittheilte. *) Die übrigen Hss.,
so viel deren bekannt sind, habe ich vollständig abgeschrieben oder
verglichen, sowie in dem Folgenden die enthaltenen Strophenanfänge
verzeichnet.
Diese Handschriften sind:
1. Die Göttinger Hs. 21 vom Jahre 1463.
Diese Papierhandschrift in Folio enthält, ausser dem Werke von
Johannes Molitor von der Haussorge (Bl. 1 —143), eine Sammlung
der Gedichte Heinrichs von Mügeln, unter allgemeinen Überschriften,
nach den Tönen geordnet (von Bl. 144 bis ans Ende, Bl. 274;
demnach 130 Folioblätter oder 260 Folioseiten). Sie ist bereits bekannt
durch die verdienstvolle kleine Schrift W. Müllers: Fabeln und
Minnelieder von Heinrich von Müglin (Göttingen 1848).
Diese vollständigste Sammlung der Gedichte Heinrichs dürfte
auf eine von ihm selbst veranstaltete Zusammenstellung zurückzuführen
sein. Abgesehen davon, dass ein zweiter nicht leicht das Interesse
hat, sich daraufzu verlegen, die verschiedenartigen, zusammenhanglosen
Sprüche Eines Verfassers so sorgfältig'nach Tönen zu
ordnen, die mehr singbaren Stücke an den Schluss zu stellen und
das Ganze mit dem längeren Gedichte der meide cranz abzuschliessen,
so sprechen dafür auch die prosaischen Überschriften, die
lebhaft an Heinrichs Schreibart, die wir aus seinen prosaischen
Schriften kennen, erinnern, auch unter Voranstellung seines Namens
(daz sint di getickte meist er Heinrichs Mogelin) immer wieder auf
den meister hinweisen. Es ist nicht unwahrscheinlich dass diese
Sammlung, die mit einer dem Kaiser Karl IV. dargebrachten Huldigung
(das ist die Dichtung der meide cranz) schliesst, eben eine,
vielleicht für den Kaiser veranstaltete Sammlung aller seiner bis
dahin verfassten Gedichte enthält, da die in dieser Sammlung nicht
enthaltenen Gedichte einer späteren Lebenszeit des Dichters, wie es
scheint, ihre Entstehung verdanken. Die nachfolgend zu nennenden
Handschriften, die von Abschreibern herrühren aus dem mittleren
und nördlichen Deutschland, enthalten nichts was in der Gött. Hs.
nicht auch enthalten wäre**), mit Ausnahme der Dichtung Septem
*) Von Strophenanfängen solcher Stücke, die den bekannten Hss. fehlen, entgehen mir
dadurch etwa 48.
**) D. h. natürlich von unserem Heinrieh nichts.